Dienstag, 8. Dezember 2015

Veränderungen




Es ist still bei uns geworden. Jetzt, nach Manus Auszug. Eine Aussage, die ich eigentlich als sehr merkwürdig empfinde, weil Manu in dem Sinne ja nie ein lauter Hund war. Wie kann es denn dann wesentlich stiller werden, nur weil er nicht mehr hier wohnt? Sind acht tippelnde Hundefüße so viel leiser als zwölf? 

Freitag, 4. Dezember 2015

Schnauze trifft Herz - Blogmotto erfüllt




Dem aufmerksamen Leser ist es sicher schon aufgefallen. Meine Unterschrift bei Kommentaren hat sich geändert. Außerdem musste ich mein Profil ändern, denn den Pflegi Manu gibt es hier in dieser Form nicht mehr. Ende November haben wir die dicke Staubschicht von seinem gepackten Köfferchen gepustet, und er hat sich auf die Reise in ein neues Abenteuer begeben.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Eine Premiere, und die vier Täler Wanderung mit Rückenwind




Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Besuchszeit, über die Manu sich so sehr gefreut hatte. Damit hatte die Freude ja noch lange kein Ende, denn der weibliche Besuch begleitete uns am folgenden Samstag zum Windhundeauslauf. Und hier kam es dann leider auch zur Premiere, denn zum ersten Mal in meinem Bloggerleben vergaß ich meine Kamera zu Hause. Das ist wirklich sehr schade, denn ich hätte sicherlich viele tolle Bilder mitgebracht. 

Sonntag, 29. November 2015

Sonniger Herbst im Wurmtal




Da es uns in der Teverner Heide so wunderbar gefallen hatte, planten wir am folgenden Sonntag  voller Vorfreude den nächsten Wanderausflug . Was uns weiterhin so herrlich beflügelte, war das traumhaft schöne Herbstwetter und die berauschende Färbung der Natur. Dumm wäre der, der bei diesen Gegebenheiten einfach zu Hause sitzen würde. So unser Gedanke.

Sonntag, 22. November 2015

Herbstliche Wanderung durch die Teverner Heide




Anfang Oktober zog es den WBE, Emi und mich an die deutsch-niederländische Grenze. Unser Ziel war die Teverner Heide, die dort ein Teil des Heidenaturparks ist. 

Die Teverner Heide ist ein wunderschönes Wanderparadies mit einem reichhaltigen Angebot an Wanderwegen. So kann man wählen, ob man nun einen Moorrundweg (5,8 km), einen Heiderundweg (6 km) oder einen Seenrundweg (7,1) gehen möchte. Ganz Verwegene, so wie wir, nehmen das Gesamtpaket und laufen direkt den Großen Rundweg, mit Moor, Wald, Heide und See.  Diesem folgt man anhand der gelben Markierung, die auch fast lückenlos vorhanden ist. Fast, aber dazu kommen wir noch später ;).

Samstag, 14. November 2015

Besuchszeit





Als Mensch wäre Manu wohl ein richtiger Partylöwe, oder sagen wir mal so, er wäre gerne und oft ein guter Gastgeber. Manu liebt nämlich Besuch. 
Somit war der Mittwoch für ihn wohl der tollste Tag in der Woche, denn es kam direkt doppelter Besuch.

Mittwoch, 11. November 2015

Dieses unbändige Gefühl von Freiheit




Es ist schon erstaunlich wie schnell sich eine große, eingezäunte Hundewiese ganz klammheimlich in das eh schon volle Wochenendprogramm einschleichen kann. Inzwischen fahren wir regelmäßig nach Mülheim, weil wir schlicht und ergreifend dort das Gefühl haben, dass wir Manu damit etwas richtig, richtig Gutes tun.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Feiertags auf der blauen Route






Wenn schon ein Feiertag dummerweise auf einen Samstag fällt, dann verlangt ein solcher Tag nach besonderen Taten. 
Schon Tage vorher hatte ich mich wie Bolle gerade auf diese Tour mit Emi an die Krickenbecker Seen gefreut, und weil wir ja keine Luschen sind, suchten wir uns die blaue Route aus, die von allen die längste ist. So würden wir viel Zeit haben den schönen Tag zu genießen.



Sonntag, 11. Oktober 2015

Schlitzohr




"Mensch, der Manu hat sich aber gut eingelebt!". Ein Satz, den wir in letzter Zeit öfters hörten, und den wir wohl auch oft selbst gedacht haben. 

Er war wohl nur wenige Tage bei uns, als wir das erste Mal diesen Satz aussprachen, und dann immer wieder in regelmäßigen Abständen. Später haben wir immer gedacht, es ging ja doch noch jedes Mal eine Stufe intensiver. 

Zuerst war es das Vertrauen, das er zu uns fasste und bald die Selbstverständlichkeit mit der er sich in unseren Räumlichkeiten bewegte.

Freitag, 9. Oktober 2015

Auf verschlungenen Pfaden



Jetzt, wo das Vagabundenleben sich wieder in unser Wochenende eingeschlichen hatte, da stand auch direkt wieder ein Tag in der Eifel auf dem Programm.
Natürlich ging der Auftrag an Wanderhund Emi, denn Manu hatte ja vom Vortag auf der Hundewiese noch Muskelkater am ganzen Körper und Modder in den Ohren. Der arme Luke würde sicherlich bei der Strecke, die ich ausgesucht hatte, entsetzt abwinken. Emi dagegen ist und bleibt ein Wald- und Wiesenhund.
Wenig risikoreich, aufgrund meines unkooperativen Handys, das mich bei der Orientierung sicherlich nicht unterstützen würde, wählte ich eine vorgegebene und somit hoffentlich gut ausgeschilderte Thementour, die direkt an einem Nationalparktor starten sollte. Easy, alles easy.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Manu rockt die Hundewiese am Auberg




Sollte jemals jemand auf die Idee kommen Manu zu fragen, was denn bis jetzt sein Highlight im Jahre 2015 gewesen sei, so könnte er mit größter Sicherheit davon ausgehen, dass Manu unseren Morgen im September auf der Hundewiese in Mülheim an der Ruhr nennen würde. Es war ein ganz besonders schöner Morgen, und es bedurfte noch nicht einmal viel Aufwand. 

Die Mülheimer Hundewiese ist ca. 40 ha groß und ist komplett mit einem 1,80 m hohen Zaun abgesichert. Ein idealer Ort für Hunde, die sonst nie offline laufen dürfen. Anhand der Größe hat man tatsächlich das Gefühl, man geht mit dem Hund spazieren und kann auf sicherem Terrain einmal ausprobieren, ob es denn mit dem Ableinen und Hören tatsächlich klappen würde oder auch nicht.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Mit Manu im Brachter Wald






Mit neuer Energie in den Herbst


Der Sommer 2015 hat es nicht so gut mit uns gemeint. Viele Stunden (oder eher Tage) haben wir (mein Bruder und ich) mit dem Leckerchenmann und der Leckerchenfrau in unterschiedlichen Krankenhäusern verbracht. Aus Wanderungen, die ich für die Wochenenden und natürlich auch für meinen Urlaub geplant hatte, wurden kleinere Ausflüge direkt vor der Haustür. Zum Glück fanden wir ein neues riesengroßes Lieblingsfeld, auf dessen Wegen man auch kleinere Runden nach Belieben so ausdehen konnte, dass sie sich wenigstens ein bisschen nach einem Ausflug anfühlten. 
Dennoch regierte das schlechte Gewissen gegenüber den Hunden weiterhin meinen Alltag, wie leider schon so oft in diesem Jahr. Und der Blog? Der lag leider über lange Zeit brach, denn auch wenn ich einige Erlebnisse sporadisch festhielt (und auch gerne in anderen Blogs stöberte), so fehlte mir schlichtweg der Kopf und damit auch die Lust ihnen den letzten Schliff zu verpassen. Aus diesem Grund liegen diese Beiträge nun teilweise schon seit Monaten unter einer dicken Stuabschicht auf Halde und warten auf ihre Veröffentlichung.

Montag, 13. Juli 2015

Die Sache mit dem Halsband



Es ist kein großes Geheimnis, dass ich Manus Halsband überhaupt nicht mag.

Seit seiner Ankunft trägt er dieses fiese Klimperding, mit dem man ihm auch noch bei Bedarf ganz böse den Hals zuziehen könnte. Wenn man denn möchte. 
Was sich die Leute vom Tierschutz dabei gedacht haben, als sie seine Tassomarke daran befestigten und es ihm so um den Hals legten, ist mir wahrlich ein Rätsel.

Aufgrund der vorherigen Fußhupenpflegis befanden sich in unserem Fundus im März 2014 nur Halsbänder, die ich Manu vielleicht dekorativ um die Ohren hätte drapieren können. Am Anfang sollte er ja auch nur kurz in unserer Obhut verweilen, und so ignorierte ich das hässliche Halsband erst einmal (obwohl ich mich seiner schämte) und wünschte mir trotzdem jeden Tag ein neues hübsches Accessoire, an dem man auch ohne Schaden eine Leine hätte befestigen können. Das fiese Ding blieb also und klimperte freudig vor sich hin. 

Manu im Windhundeauslauf



Lange geplant, und immer wieder verschoben.

Dieses Wochenende sollte es nun endlich mal klappen. Der WBE und ich entführten Manu in ein richtiges Hundeparadies.
Ziel war in der Nachbarstadt eine Hundeschule, die einen Windhundeauslauf (und Spielstunden für große und kleine Hunde, damit keiner zu kurz kommt) anbietet. Eine tolle Sache auch für Jagdnasen, die ansonsten nie ohne Leine flitzen dürften.


Sonntag, 5. Juli 2015

Die Struffelt Route - Unsere Bilderbuchwanderung mit klitzekleinen Abstrichen



Anfang Juni zog es uns Mädels mal wieder in die Eifel. Die Struffelt Route lächelte uns schon lange vom PC her an und sollte nun endlich in die Tat umgesetzt werden. Nach den Aufregungen der letzten Wochen kam uns die Kombination Donnerstag=Feiertag (Fronleichnam) ganz gelegen. Außerdem war endlich wieder Sonne angesagt. Das trübe Wetter hatten wir nun wirklich satt.
An so einem pefekten Tag darf man einfach nicht zu Hause bleiben.

Die Vorfreude schickte uns schon früh auf die noch recht freie Autobahn, sodass wir tatsächlich schon nach 45 Minuten in Roetgen ankamen und den Parkplatz am Filterwerk problemlos fanden. Drei einsame Autos parkten dort in der frühen Morgensonne. Unsere Hundekutsche gesellte sich auf einem Schattenplatz dazu.
Tja, und dann lief alles eigentlich so, wie es bei uns zu Beginn einer Wanderung halt läuft. Ich warf mir das gesamte Gepäck (Rucksack, Kamera, Schlepp) murrend und umständlich um/auf Schultern und Rücken, sodass ich eher einem  Expeditionsteilnehmer glich, dem das Packlama abhanden gekommen ist, und machte mich mit Hund vorerst orientierungslos auf die Suche nach dem ersten Schild, dessen Fund Emi dann direkt mit der Erledigung ihrer Geschäfte feierte (hey, das hatten wir doch schon einmal).
Natürlich gab es keinen Abfalleimer, aber immerhin das passende rote Beutelchen in meinem Gepäck (man lernt ja dazu), das nun die folgende Wanderung fest verschlossen (zwecks Duftvermeidung) und festgesurrt an einem Rucksackträger verbringen würde (ich glaube ja nicht, dass meine kommende Einsamkeit davon ausgelöst wurde). Im Gegensatz zum Beutelchen war ich zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön stinkig (man kann ja auch nicht immer direkt gute Laune haben). Ein Zustand, der sich auf der anderen Straßenseite direkt noch verschlimmern sollte. Hier sollte die Wanderung nämlich losgehen.

Montag, 22. Juni 2015

Crocodile Rock à la Luke





Am 13. Mai stand Lukes zweite OP an. Ein Termin, der mir geradezu ideal erschien, denn auf diesen Tag folgten sowohl ein Feier- als auch ein Brückentag. Somit war schon mal sichergestellt, dass er in den kommenden Tagen nie allein sein würde. Aufgrund der Lage und der Größe des Knotens war ich dieses Mal auch entspannter, als damals im Januar bei Lukes erster OP. Natürlich ist man nie so wirklich richtig entspannt, sodass es sehr hilfreich ist, dass man im Wartezimmer immer auf Leidensgenossen trifft, die genauso aufgeregt und besorgt sind, wie man selbst. Dieses Mal traf ich auf eine sehr nette Dame, die ihren Hund zu einer Zahn-OP brachte und mir kurzentschlossen die ganze Leidensgeschichte ihres Lieblings erzählte. Eine lange Geschichte, die auch noch in andere Krankheitsgeschichten in der Familie abschweifte. Ablenkung für sie, Ablenkung für mich. Perfekt.

Samstag, 20. Juni 2015

Hoffnung versus Hundehaar





 Home is where
the dog hair sticks to everything
BUT THE DOG!!



Geplatzte Seifenblase oder Stein, der einem vom Herzen fällt? Ich weiß noch nicht ganz, unter was ich die Erfahrungen der letzten, turbulenten Wochen ablegen soll. Die Tendenz geht aber deutlich Richtung: Stein, der einem vom Herzen fällt.

Ich hatte ihn ja schon erwähnt, diesen besagten Anruf Ende April, der womöglich eine Veränderung mit sich bringen könnte. Dieser Anruf kam von Manus Verein. Tatsächlich hatte sich eine Familie gemeldet, die deutlich Interesse an Manu bekundete. Da sie wohl aus dem persönlichen Bekanntenkreis einer Vermittlerin kam, war bereits abgecheckt, dass diese Familie wohl alle Voraussetzungen als Endstelle erfüllte. Sie  wurde mir als geradezu perfekt beschrieben, sodass mein Herz zuerst einen entsetzten, dann aber auch einen freudigen Hüpfer machte. Vor meinem inneren Auge sah ich Manu in dieser perfekten Familie, Vater, Mutter, Tochter, in ihrem perfekten Garten mit dem perfekten Ersthund, gemeinsam in Harmonie.

Montag, 4. Mai 2015

Zerstörerische Liebe




Mehr als ein Jahr hat die große Liebe gehalten. Manu und Hühnchen.
Es wurde geherzt, abgeschleckt und sanft angekaut. Alles ganz liebevoll. Mit viel Gefühl.

Doch steter Tropfen höhlt den Stein, und dagegen kommt sogar ein Hühnchen nicht an.
Gestern konnte man das nahe Ende schon erahnen. Hühnchen zeigte leichte Risse und sah ein bisschen aus wie ausgedörrte Erde, die schon lange kein Wasser mehr gesehen hat. Sein Quietschen war schon mehr als zaghaft, obwohl wir es weiterhin reparierten. Dafür quietschte seine "Haut" bei Manus zärtichen Knabbereien. Ein unangenehmes Geräusch, das bei uns Anwesenden für körperliche Schmerzen sorgte.

Freitag, 1. Mai 2015

Siehst du den Frühling, oder hörst du ihn schon?



Noch nie zuvor habe ich so intensiv den Übergang von Winter auf Frühling gespürt, wie in diesem Jahr. Natürlich bemerkt man jedes Jahr ganz deutlich wie die Natur erwacht. Die Frühlingsblüher zeigen sich und die Bäume bekommen endlich ihr frischgrünes Blätterkleid. Bis jetzt ist mir jedoch noch nie so deutlich aufgefallen wie sehr sich Winter und Frühling akustisch voneinander unterscheiden.

 


Freitag, 24. April 2015

Einmal um den Obersee, bitte




Letzer Urlaubstag. Die Meteorologen haben Bombenwetter angesagt.  Da gibt es nur eins, die Tour, die mir schon lange im Kopf rumtanzt, muss endlich umgesetzt werden.

Relativ früh setzen wir, Emi und ich, uns schon in Bewegung Richtung Eifel, und das ist auch gut so, denn unser Navi hat eine absolute Belgiensperre. Da unser Weg aber ein itsi bitsi durch einen Hauch von Belgien führt, leitet uns die Dame mit der leicht nasalen Stimme vom Höcksken aufs Stöcksken, sodass ich irgendwann die Hoffnung auf den Obersee und den Startpunkt in Einruhr aufgebe. Mir ist ja auch schon ganz dusselig im Kopf von all den Serpentinen und der Konzentration auf die vielen Blitzer, die hier alle paar Meter am Straßenrand auftauchen. Böse Zungen würden glatt behaupten, es gibt hier fast mehr Blitzer als Bäume. Wenn ich heute ohne Foto nach Hause komme, dann glaube ich an Wunder.

Sonntag, 19. April 2015

Hunde an die Tastatur - Sabine und Socke haben uns nominiert - Liebster Award #3




Da haben wir den Salat. Seit gut einem Jahr habe ich die Tastatur fest im Griff, und nun kommt das Söckchen mit unschuldigem Gesicht daher, nominiert die Hunde zum "Liebster Award" und lässt sie damit das Regiment übernehmen. Heute dürfen sie mal die Fragen beantworten, und ich kann mich nach der Einleitung entspannt zurücklehnen. Damit die Angelegenheit fair über die Bühne geht, hat jeder Hund nun seine eigene Farbe erhalten und darf frei Schnauze seinen Senf zur Frage dazugeben.

Was ist denn nun eigentlich dieser "Liebster Award"? Vielleicht gibt es ja noch den einen oder den anderen, der diesen noch nicht kennt.
Die Erklärung ist ganz einfach und kurz. Der Liebste Award ist eine Aktion mit dem Ziel kleinere Blogs bekannter zu machen und besser untereinander zu vernetzen.

 

Die “Spielregeln” sind schnell erklärt:

1. Verlinke die Person, die Dich nominiert hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir gestellt wurden, auf Deinem Blog.
3. Wähle 11 neue Blogs mit weniger als 200 Followern aus und nominiere diese.
4. Stelle diesen Blogs 11 neue Fragen, die diese dann wiederum auf ihren Blogs beantworten sollen.


Bevor wir nun zu den Fragen kommen, möchten wir uns ganz besonders herzlich bei Socke und ihrem Frauchen Sabine bedanken. Wir haben uns über die Nominierung sehr gefreut. Gibt es eigentlich noch jemanden, der den Blog Einfach Socke noch nicht kennt? Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, möchte ihn aber vorsichthalber trotzdem kurz vorstellen. Auf "Einfach Socke" erzählt Sabine aus ihrem Leben mit der Tibet Terrier Hündin Socke, die hin und wieder auch mal zu Wort kommt. Sabine schafft es tatsächlich, bis auf wenige Ausnahmen, täglich aus ihrem Alltag mit Socke zu berichten. Dabei werden ihre Beiträge immer mit sehr schönen Fotos abgerundet. Sabine beweist dabei, dass nicht nur Socke ein extrem fotogener Hund ist, sondern dass sie auch ein Auge hat für Nebensächlichkeiten, an die so mancher (Hobby)-Fotograf einfach vorbeigehen würde, und die bei ihrer Fotoauswahl oft zum Staunen einladen. Was ich an diesem Blog so besonders schätze, ist die Liebe mit der Sabine über ihre Hündin schreibt, die krankheitsbedingt leider auch mal Anlass zur Sorge gibt. Somit ist "Einfach Socke" ein sehr herzlicher und liebevoll gestalteter Blog, den keiner verpassen sollte.


Donnerstag, 9. April 2015

Mit Manu im romantischen Rurtal



Ostermontag hatte der WBE die Qual der Wahl, denn er durfte sich als Belohnung fürs frühe Aufstehen ein Ausflugsziel aussuchen (eine kleine Vorauswahl haben wir inzwischen immer schon abgespeichert, damit uns kein lohnenswertes Ziel entgeht). Und was soll ich sagen, der WBE bewies mal wieder ein gutes Händchen. Er suchte tatsächlich eine der schönsten Touren aus, die wir jemals gelaufen sind. Ich bin jetzt noch richtig verliebt in diese Strecke, die uns mit ihrem Abwechslungsreichtum überraschte.

An diesem Montag zog es uns ins Monschauer Land. Direkt neben dem wunderschönen Städtchen Monschau beginnt der Rundwanderweg 55 mit dem einladenden Namen "Romantisches Rurtal". Die Rur katapultiert sich sowieso gerade bei mir an die Spitze der liebsten Flüsse. So war ich natürlich sehr erfreut, dass ein Großteil der Strecke neben diesem tollen Fluss verlaufen sollte. Am Anfang der Wanderstrecke zeigt sich die Rur mal von ihrer ganz wilden Seite, brauste um große Felsen herum und wirkte richtig unbändig. Später, nur ein Stückchen weiter, floss sie dann überraschend ruhig und gemächlich. Nicht umsonst sagt man diesem Teilstück der Rur nach, dass es ihr schönstes ist.


Dienstag, 7. April 2015

Sali und Chiru haben uns nominiert - Liebster Award #2



Momentan wandert der "Liebster Award" wie ein Lauffeuer durch die Bloggerwelt. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht auf einen entsprechenden Beitrag trifft, und das ist gut so, denn der Nominierte muss in seinem Beitrag 11 Fragen beantworten, die er vorher von einem anderen Blogger gestellt bekommen hat. Eine tolle Idee, denn man lernt viele Blogs kennen und erfährt interessante Sachen über den Blogger selbst.
Der "Liebster Award" funktioniert übrigens ganz einfach. Der Nominierte beantwortet die gestellten Fragen und verlinkt den Blog, der ihn nominiert hat. Danach nominiert er selbst 5-11 Blogger und stellt ebenfalls 11 Fragen.

Wir wurden von der lieben Sali und dem lieben Chiru nominiert, was uns sehr gefreut hat. It´s about dogs and Chiru ist ein sehr themenreicher und unterhaltsamer Hundeblog, denn die liebe Sali ist nicht nur eine begnadete Fotografin, sondern sie schafft es auch immer wieder interessante Themen auf ihrem Blog zu erörtnern. So gibt es unterschiedliche Blogserien an denen Gastblogger teilnehmen können. Außerdem schreibt Sali über diverse Themen aus der Hundewelt, die jeden Hundefreund ansprechen, wie zum Beispiel Tabuzonen beim Hund, Rituale, Pöbeleien unter Rüden oder Hundetreue. Gerne lese ich auch, wenn Sali mal wieder ganz liebevoll aus ihrem Alltag mit Tibet Terrier Rüde Chiru erzählt. Ich mag diesen Blog wirklich sehr, und das ganz sicher nicht nur, weil es gerade Sali war, die vor gut einem Jahr den allerallerersten Kommentar in unserem noch jungen Blog hinterlassen hat. Aber auch so ein Freudenmoment bleibt einem natürlich gerne im Gedächnis.

Freitag, 3. April 2015

Sturmerprobt



In der letzten Woche hatten wir tatsächlich das Gefühl, dass wir bei der Neuverfilmung von "Vom Winde verweht" vorgesehen sind. Tagelang hat es hier auf Teufel komm raus gestürmt, und dann auch noch dieser Regen und dieser Hagel. Das hat wirklich keinen Spaß gemacht.

Luke wäre ein toller Rhett Butler


Obwohl, unser Luke würde sich in der Rolle von Rhett Butler wirklich sehr gut machen. Wir haben nämlich erst in den letzten Tagen gemerkt, dass Luke ein richtiger Sturmfan ist. Je stärker der Wind weht, umso lieber verbringt er seine Zeit draußen. Im Garten setzt er sich einfach hin oder bleibt auf der Wiese stehen und lässt den Wind mit seinem Fellkleid spielen. Vielleicht steckt ja auch eine gewisse Eitelkeit dahinter, denn es ist schon ein hübscher Anblick, wenn ihm die Haare in vier verschiedene Richtungen gleichzeitig zu Berge stehen.


Donnerstag, 2. April 2015

Unser März 2015




Im März gibt es direkt drei Gründe zum Feiern. Ganz am Anfang feiert der WBE seinen Geburtstag. Mitte des Monats jährt sich Manus Einzugstag, und seit dem 29. März ist Luke genau zwei Jahre bei uns.

An einem schönen, frühlingshaften Sonntag machen Emi und ich einen wunderschönen Ausflug in die Eifel. Die Felspassage bei Nideggen beschert uns nicht nur einen ordentlichen Muskelkater, sondern auch eine tolle Erinnerung an eine schöne Wanderstrecke.

Luke muss Hosen tragen. Bei einem Kontrolltermin bei der Tierärztin wird eine Verdickung an der operierten Stelle entdeckt. Leckekzem oder kehrt der Tumor zurück? Damit sich hoffentlich der Verdacht auf Leckekzem verstärkt, kaufe ich zum ersten Mal seit langer, langer Zeit wieder  einen Kleinkinderschlafanzug mit lustigem Muster, von dem Luke dann doch nur die graue Hose trägt. Das Outfit hilft, Luke leckt nicht mehr an seinem Bein, und gegen Ende des Monats kann ich außer der Narbe nichts Auffälliges mehr fühlen. Ich hoffe, dass sich das dann bei der Tierärztin im April auch bestätigt.

Wir werden 3x zum Liebster Award nominiert und hängen, aufgrund von massivem Zeitmangel, mit der Beantwortung der Fragen weit hinterher.

Ich trete meinen langersehnten Resturlaub von 2014 an. Fast zeitgleich kommt der Leckerchenmann wieder ins Krankenhaus. Dieses Mal dauert der Aufenthalt wesentlich länger als im Januar. Es ist eine sorgenvolle Zeit, aber auch eine Zeit, die uns zeigt, dass der Familienzusammenhalt bei uns sehr gut funktioniert. Ein gutes Gefühl, was uns hoffentlich auch weiterhin begleiten wird. Inzwischen ist der Leckerchenmann auch wieder bei seiner Leckerchenfrau zu Hause.

Meine Pläne für viele schöne Ausflüge in meiner Urlaubszeit fallen nicht nur dem Krankenhaus zum Opfer, sondern auch dem Wetter. Seit Tagen gehen hier starke Regengüsse nieder. Dazu kommt ein Sturm, der sogar schon eine Runde durchs Feld zu einer Herausforderung werden lässt. 

Montag, 16. März 2015

Wie schnell ein Jahr vergeht



Am Anfang warst du nur ein blinkendes Licht. Ein blinkendes Licht auf unserem Anrufbeantworter. Eine Nachricht, die ich kurz abhörte, und dann eigentlich ganz schnell wieder vergessen wollte. Ich hatte es eilig, war schon fast auf dem Weg zur Arbeit, doch die Neugier trieb mich noch schnell an den PC. Die Stimme kündigte nämlich einen Hund an, der dringend seine jetzige Pflegestelle verlassen müsste, und nur wir würden zu diesem Zeitpunkt als Ersatz in Frage kommen. Das war der Moment, wo ich dich das erste Mal sah, und glaube mir, Begeisterung sieht anders aus. So ein großer, wilder Hund, der in einem Video durch seine Perrera düste. Nein, das würde einfach nicht passen, dachte ich mir so.

Unsere Pflegestelle hatte gerade ein Jahr pausiert, nachdem Emi und Luke innerhalb von wenigen Monaten bei uns eingezogen waren. Zwei Pflegehunde hatten wir erfolgreich vermittelt, und nun wollten wir erst einmal viel Zeit mit unseren eigenen Hunden verbringen. Wir wollten mit ihnen Routine aufbauen, zur Ruhe kommen und zusammenwachsen.

Kurz vor dem Anruf hatten wir nun zum ersten Mal wieder mit dem Gedanken gespielt, einem Hund aus dem Ausland, die Chance zu geben, aus einer Auffangstation in eine Familie zu kommen. Unser neuer Pflegi sollte ein kleiner Hund sein, gerne auch ein Welpe, denn mit Cocolina hatten wir gute Erfahrungen gemacht. Die Prinzessin, die sich bei den Pflegehunden immer gut mit eingebracht hatte, wünschte sich einen Hund, den sie auch ausführen könnte, der womöglich mit in ihrem Zimmer schlafen würde, und nun kam deine Anfrage. Rüde, über 60cm groß, schätzungsweise Jagdhund, puh. 

Ich sah mich schon wie ein Fähnchen im Wind an deiner Leine hängen, während du durch Wald und Feld den Hasen Beine machst. Ja, ich gebe zu, es war die pure Ablehnung, und mit der im Gepäck, fuhr ich zur Arbeit, ohne zu wissen, was im Hintergrund passierte.
Beim WBE klingelte nämlich das Handy, und damit war dein erster Schritt in unser Leben irgendwie schon besiegelt.
Der Rest war dann der Kampf Herz gegen Verstand, wobei das Herz am Ende natürlich den Sieg davontrug, mit ein bisschen Bestechung und ganz vielen Versprechen. Eins davon begrenzte deinen Aufenthalt bei uns auf nur zwei Wochen. Bis dahin sollte eine andere Pflegestelle für dich frei sein (wie man inzwischen weiß, sind es die längsten "zwei Wochen", die wir wohl je erlebt haben).

Wenige Tage später, es war der 16. März 2014, holten wir dich an einer Tankstelle in Wülfrath ab. Mit einem großen Satz warst du in unserem Kofferraum, dann bald in unserem Haus und Schritt für Schritt auch ganz tief in unseren Herzen. Nicht nur wir entdeckten bald unsere Liebe für dich, sondern auch Emi, die dir zuerst misstrauisch gegenüberstand. Doch schon am ersten Tag verband euch das gemeinsame Spiel, und mit der Zeit wurde wesentlich mehr daraus. Inzwischen vermisst Emi dich schon, wenn du sie für einen kurzen Spaziergang verlässt. Was wird wohl werden, wenn du irgendwann mal deine eigene Familie findest und hier deine Köfferchen packst?

Ich glaube, es ist deine Größe, die es dir bisher so schwer gemacht hat. Ich erinnere mich daran, dass ich bei einer Gassirunde im März 2014 zum WBE sagte, dass du mit Sicherheit bei uns Weihnachten feiern wirst, weil bei dir die Vermittlung wohl etwas schwieriger ausfällt.
Du hast mit uns nicht nur Weihnachten gefeiert, sondern auch Silvester, Karneval, und höchstwahrscheinlich wirst du in unserem Garten auch noch nach Ostereiern suchen.
Das Interesse an dir hielt sich wirklich in Grenzen. Ab und zu kam zwar mal eine Anfrage, aber nie war der Interessent so passend, dass der Verein ein Treffen vereinbart hätte. Dabei bin ich mir sicher, wer dich trifft, der will dich auch nicht mehr gerne hergeben. Du bist ein Charmeur, der die Menschen ganz leicht um den Finger wickelt. Ein liebenswerter Kerl mit ganz hohem Schmusepotential und unendlich viel Vertrauen in alle Menschen, obwohl diese dir gegenüber bestimmt nicht immer nett waren. Davon zeugen einige Blessuren, die wir an deinem Körper entdeckt haben. Egal, wer dich bis jetzt getroffen hat, jeder war schnell von dir und deinem anschmiegsamen Wesen begeistert. Du bist sportlich und aktiv, aber nur dort, wo es passt, nämlich draußen. Im Haus bist du ein ruhiger Vertreter, und manches Mal muss ich dich, trotz deiner Größe, suchen, weil du dich irgendwo ganz still auf Minihundgröße zusammengerollt hast und schläfst.

Es war ein schönes Jahr mit dir. Wir haben viel erlebt, und vieles hat uns verbunden. Manches ist unvergessen geblieben. Unser erster gemeinsamer Spaziergang im strömenden Regen, der so schön war, dass ich noch stundenlang hätte weiterlaufen können. So kamen wir klitschnass zu Hause an, und ich bibberte vor Kälte und spürte doch dieses Glücksgefühl, das von diesem Spaziergang ausging.
Unvergessen natürlich auch unser Fotoshooting mit Hühnchen im großen Feld und die Wanderungen und Spaziergänge.

Du bist der Grund, warum ich mit dem Bloggen begonnen habe. Durch dich sind wir zum Wandern gekommen, zum Barfen und zum Fotografieren.

Wir haben uns wegen dir aber auch so manches anhören müssen. Was wollt ihr denn mit so einem großen Hund? Was, ist der immer noch da? Den werdet ihr wohl nie mehr los!! Immer und immer wieder die gleichen Sätze. Ein ganzes, langes Jahr lang.
Sätze, die einen bitteren Nachgeschmack haben und uns natürlich auch sehr nachdenklich stimmen.

Was wird aus dir werden? Was fürchten wir eigentlich mehr? Deine Vermittlung, oder dass du nie eine eigene Familie findest? Fragen, die so einfach keine Antwort finden, aber eins ist sicher, wenn du deine Köfferchen packst, dann nur in das beste Zuhause, denn nur dafür würden wir dich wieder hergeben.

Lieber Manu, es ist schön, dass du bei uns bist. Ohne den WBE mit seinem großen Herzen wäre es wohl nie so gekommen. Alles andere wird sich schon irgendwie finden. Du wirst sehen.




Sonntag, 15. März 2015

Von Longhornrindern, Hinkelsteinen und Sonneneifelglück



Manchmal reicht schon eine geteilte Banane, an einem wunderschönen Ort, für ein kleines Glücksgefühl. Dazu eine Bank, die auf einem hübschen Fleckchen Erde steht und eine Fernsicht bietet, die den Atem raubt. Zusätzlich wird noch eine Märzsonne geboten, die an diesem Sonntag mit fast 20°C meinen Rücken aufwärmt. Was für eine Wohltat.
Emi und ich machen nämlich gerade unsere erste Pause. Recht verfrüht, denn wir haben erst ein Viertel unserer Strecke hinter uns gelassen, aber wo Sonne ist, da ist auch Durst. Also gibt es neben der Banane noch einen kräftigen Schluck Wasser, und dann geht es schon weiter.

Blick über das Rurtal mit wunderbarer Fernsicht

Unsere sonnige Pausenbank

Heute sind wir wieder in der Eifel unterwegs, und zwar auf dem Rundwanderweg mit der Glücksnummer



und dem schönen Namen Felspassage. Gestartet sind wir am frühen Morgen am Nationalparktor in Zerkall. Obwohl bei unserer Ankunft schon einige Autos auf dem Parkplatz stehen, sind wir zuerst ganz alleine auf der Strecke unterwegs, die zuerst am Gut Laach vorbeiführt. Hier begrüßen uns freundliche Longhornrinder, denen wir gerne etwas von unserer Zeit schenken. Sind sie nicht wunderhübsch anzuschauen?

Vivian, ein wunderschönes Longhornrind

Danach machen wir uns noch ein bisschen besser gelaunt auf den Weg, der uns am Anfang schon ziemlich bergauf führt. Speziell für Emi bietet er einen ganz besonderen Duft, der sie immer wieder entzückt am Wegesrand schnuppern lässt. Manchmal bleibt sie stehen und spitzt die Ohren. Da ist wohl mehr im Wald, als ich mit meinen verkümmerten Sinnen ausmachen kann. Auf jeden Fall ist Emi heute mit wesentlich mehr Begeisterung unterwegs, als bei unserer letzten Eifelwanderung. Auch mir gefällt es hier auf Anhieb viel besser. Jetzt laufen wir nämlich durch die Natur, und der Wanderweg hält ja noch einiges für uns bereit. Ich bin sehr neugierig.

Es geht ein bisschen bergauf

Unerwartet früh erreichen wir schon die ersten Felsen.  Bevor wir jedoch deren Anblick genießen können, muss Emi erst einmal einen vorwurfsvollen Blick auf eine kleine Gruppe Wanderer werfen, die von rechts lärmend querfeldein den Hang hinunterkommen. Vielleicht hat Emi sie ja auch schon lange vor mir gehört. Im Moment bedienen sie auf jeden Fall auch meine verkümmerten Sinne, und ich bin froh, dass sie einen anderen Weg einschlagen.

Emi wundert sich über Krawall im Wald

So können wir uns nämlich die ersten Felsen ganz in Ruhe anschauen.



Es macht wirklich Spaß an diesen unterschiedlichen Felsen vorbeizulaufen. Damit noch nicht genug, denn auf der anderen Seite des Weges, verdeckt durch Bäume, und doch gut zu erkennen, taucht die Burg Nideggen auf. Tatsächlich nähern wir uns auch schon langsam dem Ort Nideggen, wobei wir diesen auf unserem Waldweg nur kurz streifen. Das ist dann auch der Zeitpunkt, den wir fürs obligatorische Verlaufen wählen, weil wir die Wegweiser an einer Kreuzung nicht richtig deuten. Ansonsten wird uns die Markierung auf dieser Wanderstrecke als absolut lückenlos in Erinnerung bleiben.

Nachdem wir vorher den Berg hinaufgeschnauft sind, erhalten wir nun für unsere Bemühungen die gerechte Belohnung und dürfen zügig abwärtsmarschieren. Auf diesem Teil der Strecke begegnen wir vielen freundlichen Radfahrern, die sich allesamt den Berg hinaufquälen, ihren Restatem aber immer noch für einen freundlich gehauchten Gruß hergeben.

Und dann erreichen wir die eigentliche Felspassage mit ihren eindrucksvollen Felsformationen aus Buntsandstein. Es ist nicht nur ein ganz toller Anblick, sondern auch ein besonderes Gefühl auf diesem engen Pfad an den riesigen Gebilden vorbei zu wandern. Angeblich sind sie zwei Millionen Jahre alt und werden vor Ort lapidar als Hinkelsteine bezeichnet.


Hat der nicht bei StarWars mitgespielt?

baumbewachsen

schönes Gestein



Schlängelweg

Man fühlt sich so richtig klein, wenn man diesen Weg entlangwandert.

Ein Stückchen später öffnet sich der Wald, und man hat linker Hand plötzlich einen traumhaft schönen Blick auf das Tal. Was man bei diesem Ausblick noch nicht weiß, dort unten, wo sich ein Weg durch die Wiesen zieht, wird man später wieder zurückwandern. Jetzt ist dort unten noch alles leer, aber das wird sich eindeutig noch ändern.


Hier sieht man schon den Rückweg


Richtig gut gefällt uns auch dieser Blick auf die Rur mit all den bunten Häuschen, die sich in dem Wasser spiegeln.


Hinter diesem Felsen befindet sich eine kleine Kapelle, die aber so sehr von Menschen umringt ist, das wir ihr nur einen kurzen Blick schenken, um dann mit einem weiterhin herrlichen Ausblick die Wanderung fortzusetzen.


Nun bewegen wir uns Richtung Obermaubach, wo die meisten Wanderführer diesen Rundweg starten, und zwar entgegengesetzt unserer Richtung. Ab diesem Punkt hier wird es recht voll auf der Strecke. Der Ort ist sehr beliebt bei Touristen, und es geht auf Mittag zu. Alle, die dieses traumhafte Wetter genießen wollen, sind nun auf den Beinen. Wir treffen nicht nur Wanderer und Spaziergänger, sondern auch ein paar Pferde und Reiter. Einmal kommt eine Gruppe in vollem Tempo auf uns zu. Natürlich bremsen die Reiter schon weit vor uns ab. Sie sind bester Laune, und ich befürchte schon, dass Emi ihnen einen Strich durch die Rechnung machen wird. Hier irre ich, denn Pferde findet sie anscheinend nicht mehr ganz so beänstigend. Sie sind eher interessant, aber auch wieder ganz schnell vergessen.
Dafür packt sie nach längerer Zeit wieder mal den gemeinen Leinenkläffer aus. Hunde begegnen uns auf diesem Abschitt gefühlte Tausend, und fast alle machen wir nieder, so rein akustisch. Das ist natürlich weniger schön, besonders weil ich immer mehr das Gefühl habe, dass Emi mit stolzgeschwollener Brust aus diesen Begegnungen herausgeht. Dabei halten die Eifelhunde eigentlich alle ganz gut mit. Hier ist es auch relativ schwierig sich aus dem Weg zu gehen. Wir müssen also durch diese Konfrontationen hindurch. Nur habe ich die Sorge, dass ich mit einem mittelgroßen Hund auf Wanderung gegangen bin und dieser sich am Ende größenmäßig wie ein ausgewachsener Kangal fühlt. Nichtsdestotrotz versuche ich entspannt und gelassen zu bleiben. Ach, was riecht die Luft hier schön nach Wald, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint....dubidubiduuuu.

In Obermaubach riecht es dann nicht mehr nach Wald, sondern im ersten Moment ganz gewaltig nach Pommes. Ich hoffe, dass wir den Ort schnell hinter uns lassen und dann eine nette Bank für ein Mittagspäuschen finden. Wir haben jetzt gut die Hälfte der Strecke hinter uns gelassen, und Hunger macht sich bemerkbar.

Nach dem Ort mit der schönen Staumauer kommen wir wieder in einen ruhigen und einsamen Bereich, wo ich dann an einer großen Wiese mit Emi ein größeres Verpflegungspäuschen einlege. Wir fühlen uns nämlich auch schon wieder etwas durstig, obwohl Emi unterwegs auch frisches Eifelwasser, das den Berg hinunterfließt, zu sich genommen hat. Es versteht sich natürlich von selbst, dass dieses 1000mal besser schmeckt, als das, was ich nun gefühlte Trillionen Stunden auf dem Rücken bergauf und bergab schleppe. Bei der restlichen Verpflegung ziert sie sich dann nicht mehr so. Wahrscheinlich fühlt sie sich jetzt nicht nur wie ein Kangal, sondern hat auch einen Kangalhunger.

dufte Wiese

Gut gestärkt treffen wir alsbald auf eine futuristische Brücke, die uns trockenen Fußes über die Rur bringt.

Eifelbrücke

die Rur von ihrer schönsten Seite


Und da ist er dann auch schon, der Weg durch Wiesen und Weiden, den wir vor längerer Zeit von oben gesehen haben. Leider lockt er nicht nur Wanderer und Spaziergänger an, sondern auch wieselflinke Radfahrer, die aufgrund ihres Tempos immer durch ein Sausegeräusch, das wir plötzlich aus Richtung Rücken hören, zu erkennen sind. In der Regel sind sie aber alle freundlich, klingeln auf Entfernung, grüßen und bedanken sich, was mich generell immer sehr milde stimmt. So kann man ja auch gut miteinander auskommen. Natürlich gibt es dann auch immer noch den einen Radfahrer, der das ganze Klischee bedient und mir fast den Hund von der Leine brezelt, obwohl ich mein Mädchen schon eng am Bein habe.


Von hier aus ist der Blick auf die Felsen und Burg Nideggen bombastisch, aber aufgrund der Sausegeräusche ist ein entspanntes Fotografieren kaum möglich. Inzwischen ist auch die Mittagsessenszeit vorbei, und verständlicherweise wollen alle auf ihre Art und Weise das schöne Wetter genießen.

da oben waren wir schon

Burg Nideggen

Noch ein letztes Mal dürfen wir am Ende dieses Weges die Rur überqueren, dann trennen sich unsere Wege.

noch mal die Rur
Bald schon begegnen wir diesem neugierigen Kälbchen, das eindeutig unsere Nähe sucht. Als ich den Fotoapparat zücke, kommt es sofort auf uns zu und bleibt abwartend am Zaun stehen. Ist es nicht niedlich? Es kündigt übrigens auch das Ende unserer Tour an. Nur ein Stückchen weiter, biegen wir auch schon auf den Parkplatz ein.

süßes Kälbchen


Dort gibt es noch einmal eine ausgedehnte Trinkpause und ein großes Lob an die neuen Wanderschuhe, die nun ihre erste große Tour überstanden haben, und das ohne zu zwicken. Emi und ich blicken auf eine abwechslungsreiche Wanderung zurück, die wir in vollen Zügen genossen haben. Wir sind uns sicher, die Eifel hält noch einige schöne Touren für uns bereit. Mal sehen, wohin es uns das nächste Mal verschlägt.



Wandertour 7/Felspassage vom Eifelverein Nideggen
Länge: 12,5 km
Schwierigkeit:mittel
Dauer: ca. 4 Stunden