An so einem pefekten Tag darf man einfach nicht zu Hause bleiben.
Die Vorfreude schickte uns schon früh auf die noch recht freie Autobahn, sodass wir tatsächlich schon nach 45 Minuten in Roetgen ankamen und den Parkplatz am Filterwerk problemlos fanden. Drei einsame Autos parkten dort in der frühen Morgensonne. Unsere Hundekutsche gesellte sich auf einem Schattenplatz dazu.
Tja, und dann lief alles eigentlich so, wie es bei uns zu Beginn einer Wanderung halt läuft. Ich warf mir das gesamte Gepäck (Rucksack, Kamera, Schlepp) murrend und umständlich um/auf Schultern und Rücken, sodass ich eher einem Expeditionsteilnehmer glich, dem das Packlama abhanden gekommen ist, und machte mich mit Hund vorerst orientierungslos auf die Suche nach dem ersten Schild, dessen Fund Emi dann direkt mit der Erledigung ihrer Geschäfte feierte (hey, das hatten wir doch schon einmal).
Natürlich gab es keinen Abfalleimer, aber immerhin das passende rote Beutelchen in meinem Gepäck (man lernt ja dazu), das nun die folgende Wanderung fest verschlossen (zwecks Duftvermeidung) und festgesurrt an einem Rucksackträger verbringen würde (ich glaube ja nicht, dass meine kommende Einsamkeit davon ausgelöst wurde). Im Gegensatz zum Beutelchen war ich zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön stinkig (man kann ja auch nicht immer direkt gute Laune haben). Ein Zustand, der sich auf der anderen Straßenseite direkt noch verschlimmern sollte. Hier sollte die Wanderung nämlich losgehen.
