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Mittwoch, 2. April 2014

Ein Fotoshooting und eine große Portion schlechtes Gewissen

IMG_0011Inzwischen ist Manu schon mehr als 2 Wochen bei uns. Langsam wurde es Zeit, dass wir uns um ein Fotoshooting für seine Vermittlungsseite kümmern. Auf dieser Seite existierten zwar schon Bilder, aber die meisten waren, nach meiner Ansicht, nicht gerade vorteilhaft und zeigten so gar nicht Manus Charme. Mit schönen Fotos wächst natürlich irgendwie auch die Vermittlungschance, denn wer schaut sich schon einen Hund auf dieser Seite näher an, wenn ihn das erste Bild nicht anspricht.

Tja, und da treffen wir auf meinen Zwiespalt, der eigentlich ziemlich dämlich ist. Ich fotografiere einen Hund, damit er ein neues zu Hause findet. Das gehört zu meinen Aufgaben als Pflegefrauchen. Ich möchte, dass der Hund ein tolles neues zu Hause findet und komme mir dabei vor, als wäre ich ein ganz schlimmer Verräter.

Für Manu sind wir jetzt sein zu Hause. Wir sind der Ort, an dem er sich wohl fühlt und an dem er angekommen ist. Er freut sich wie Bolle, wenn wir nach Hause kommen, er drückt sich fest an uns, damit wir ihn streicheln, kommt wie ein Pfeil angeflogen, wenn wir nur seinen Namen flüstern, und er schenkt uns all sein Vertrauen. Ja, und was machen wir? Wir fotografieren ihn, damit er uns "bald" wieder verlassen kann. Pfui! Nein, natürlich ist das nicht "Pfui", denn nur so hat er eine Chance auf ein endgültiges zu Hause und auf Leute, die ihn dann hoffentlich nie mehr abgeben wollen, aber trotzdem schaut mir das "schlechte Gewissen" bei jedem "Klick" mit der Kamera über die Schulter.

Nichtsdestotrotz sind es recht hübsche Bilder geworden. Manu wirkt auf ihnen so unglaublich entspannt. Man sieht überhaupt nicht, dass nur wenige Meter entfernt zwei Männer mit gewaltiger Lautstärke ein Garagendach reparierten. Alles easy für Manu.

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Dienstag, 25. März 2014

Spielereien

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Manu liebt unser Hundespielzeug. Er kann genüsslich in seinem Hundekörbchen liegen und hingebungsvoll auf seinem Spielzeug herumkauen. Der neuste Favorit ist das rosa Schweinchen,

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aber auch der Hahn hat es ihm angetan. Manu kann sich also wunderbar allein beschäftigen, wobei ihm früher oder später dann auch die Augen schwer werden und er mit Schweinchen zwischen den Pfoten erst einmal ein Nickerchen hält.

Emi ist da ganz anders. Alleine spielen kann sie, findet sie aber meistens blöd. Sie braucht Action und hat am liebsten einen Spielpartner. Aus diesem Grund schleppt sie ihr Spielzeug zu einem Menschen oder Artgenossen ihrer Wahl und fordert ihn auf, am anderen Ende zu ziehen. Zerrspiele sind ihre ganze Leidenschaft, abgesehen von raufen oder rennen. Luke, der ja mit Spielzeug so gar nichts anfangen kann, tut ihr ab und zu, sozusagen wenn der Mond mal gerade richtig steht, den Gefallen und zerrt eifrig am angebotenen Stofftier. Dann wird es mal ganz wild und wuselig, und wenn Emi sich dann im 7. Spielehimmel wähnt, ist bei Luke schon die Luft raus. Feierabend, Schlafenszeit, und plopp liegt der Wuschel auf dem Boden und gibt sich seinen Träumen hin.

Es ist also kein Wunder, dass Emi ihr Spielzeug nun hoffnungsvoll Manu vor die Füße legt. Er hat doch gezeigt, dass er dieses Spielzeug mag und auch sonst als Spielpartner gut zu gebrauchen ist. Nun ist das Problem, dass Manu noch nicht so ganz versteht, was Emi denn nun von ihm möchte. Er nimmt den Zerrknoten ins Maul und schwupp zieht Emi am anderen Ende. In der Regel lässt Manu nun sein Ende wieder los. Frust auf Emis Seite, Frust auf Manus Seite. Nur ganz selten geht dann der Plan doch noch auf. Meist mit menschlicher Hilfe. Dann jedoch hat Emi schwer zu arbeiten, denn Manu ist in jedem Fall wesentlich stärker und weiß sich meist in eine Position zu bringen, die das Rutschen auf dem Boden verhindert. Ja, ja, es gibt im Hundeleben noch viel zu lernen, aber Manu schafft das schon.

Apropos lernen. Manu zeigt sich wirklich als sehr lehrreicher Schüler. Ich bin überrascht, wie schnell er seine kleinen Übungen versteht und umsetzen kann. Vielleicht liegt das auch daran, dass er uns ganz intensiv beobachtet, besonders, wenn wir mit Emi spielen oder üben. Manus Blick folgt uns überall hin. Selbst jetzt lässt er mich nicht aus den Augen. IMG_0088

Manu ist ein Hund, der seine Sinne hingebungsvoll einsetzt. Im Garten kann er minutenlang regungslos auf der Wiese stehen und seine Nase einfach in den Wind halten. Es ist ein göttlicher Anblick, wie er dann dort in seiner ganzen Schönheit steht. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie sein Fell in der Sonne schimmert, in einem hellen Braun mit einem leichten Fuchsrot. Natürlich stellt man sich die Frage, welche Informationen jetzt gerade durch seine Nase auf ihn einströmen, aber diese Frage kann er uns ja leider nicht beantworten.

Sonntag, 23. März 2014

Der Nachmittag beim Leckerchenmann

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Es ist inzwischen Tradition, dass unsere Pflegehunde am Wochenende, nachdem sie angekommen sind, den "Großeltern" vorgestellt werden. Allgemein ist deren großer Garten ein beliebtes Ausflugsziel, weil die Hunde sich dort so wunderbar austoben können. Mein Vater ist dabei der "Leckerchenmann", weil er immer sein paar besondere "Goodies" für die Hunde in Reserve hat. Anscheinend neigen Menschen ab einem bestimmten Alter dazu, Hunde mit übermäßigem Leckerliangebot an sich binden zu wollen. Die Hunde durchschauen dieses Spiel natürlich extrem schnell, setzen diesen treuherzigen "ich bin kurz vor dem Verhungern und ich habe dich ja soooo lieb"-Blick auf, und prompt hagelt es Futter in Massen. Ausnahme meine Mutter, die sich auf streicheln spezialisiert und nebenher um die Sauberkeit ihrer Terrasse bangt.

Als wir gestern ankamen, war die Sauberkeit der Terrasse absolut nicht in Gefahr. Die Sonne schien vom Himmel und wäre es nicht ein bisschen frisch gewesen, hätten wir den Garten so richtig genießen können. Manu konnte den Garten aber zuerst überhaupt nicht genießen, denn sogar durch die geschlossene Terrassentür hatte er schon spitz, dass dort ein begehrter Katzenschlafplatz ist. Titus war vorsorglich im Haus, was sicher für ihn auch ganz gut war. Dieser Ort zog Manu magisch an, sorgte für absolute Taubheit auf den Ohren, und auch sein Rudel konnte ihn zuerst nicht ablenken. Erst als wir weiter hinten in den Garten gingen, schloss er sich uns an. Auf seinen Namen wollte er weiterhin nicht hören, reagierte aber sofort, wenn mein Vater ihn heran pfiff. Natürlich brauchte es auch seine Zeit, bis er den Garten ordentlich untersucht hatte und von all den vielen, neuen Eindrücken nicht mehr abgelenkt wurde. Dann entspannte er sich sichtlich und begann mit Emi eine lange Runde Rennspiele. Eine wilde Jagd begann, bei der unser Pummelchen tapfer mithielt, aber Manu natürlich nicht das Wasser reichen konnte. Für mich ist es immer wieder ein Rätsel, wie die Hunde es schaffen bei diesem Tempo Kurven um Hindernisse zu schlagen und rechtzeitig zu bremsen.

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Rechtzeitig vor dem großen Regen kam dann die kulinarische Bespaßung durch den Leckerlimann. Ohne Frage, an diesem Tag würde das Abendessen ausfallen. Dafür ging es im Anschluss der armen Terrasse an den Kragen, denn durch den heftigen Schauer, der plötzlich einsetzte, mussten wir uns mit den zwölf Dreckspfoten dort zurückziehen. Manu war im siebten Himmel, schnüffelte auf Teufel komm raus in allen Ecken und wollte so gar nicht zur Ruhe kommen. Manu und Katzen geht also wirklich auf gar keinen Fall.

Ansonsten üben wir fleißig mit Manu an der Leine zu gehen. Am Anfang eines Spaziergangs ist es noch recht schwierig. Da kann er sich schon ganz schön in die Leine legen. Mit der Zeit wird es dann besser. Auf andere Hunde hat er beim Spaziergang bis jetzt noch nicht unangenehm reagiert. Einzige Ausnahme ein kleiner Hund hinter einem Zaun, der sich in Rage gekläfft hatte. Das zog Manu dann magisch an und man konnte ihn auch nur mit etwas Nachdruck davon überzeugen, dass es interessanteres gibt. Zusätzlich üben wir jetzt auch beim Füttern, sodass er auch geistig gefordert wird.

Samstag, 22. März 2014

Mit dem Hunderudel ins Wochenende

Inzwischen ist Wochenende, und wir blicken auf eine spannende und anstrengende Woche mit unserem Dreierrudel zurück. Spät abends sinke ich nur noch auf die Couch und habe das Gefühl,  meine Beine sind wieder 20 cm kürzer gelaufen. Puh! Unser Dreiergespann hält uns alle ganz schön auf Trapp. Das ist auch gut so, denn was den Hunden gut tut, das tut auch uns gut.

Natürlich gibt es auch Neuigkeiten von Manu. Wir können immer noch nicht klagen. Er lebt mehr und mehr auf, bleibt aber weiterhin ruhig und brav. Außerdem hat er nun seine Vorliebe für das Hundebett entdeckt und liebt Spielzeuge, auf denen man herumkauen kann.

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Emi sorgt dafür, dass ihm nicht langweilig wird, und er kümmert sich darum, dass sie hoffentlich bald etwas von ihrem Winterspeck verliert.

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Vor zwei Tagen bekam er dann endlich seine verrückten 5 Minuten in unserem Garten. Wow, wie ein Blitz jagte er über die Wiese, kreiste um das Trampolin, sauste Richtung Haus, verschwand in diesem und flitzte im gleichen Tempo wieder zurück. So ging es ein paar Mal. Ein unglaublicher Anblick, der leider von Emi etwas zerstört wurde, weil sie sich ihm gerne in den Weg stellte, um ihn abzupassen. Unglaublich war für uns auch Lukes Reaktion. Dieser nahm nämlich seine Beine in die Hand und sauste voller Freude hinter Manu her. Natürlich weniger elegant und weniger schnell, aber eine riesige Überraschung für uns, denn das entspricht so ganz und gar nicht Luke.

Normalerweise sind Emi und Manu für Action verantwortlich. Luke hält sich raus. Im Garten verkrümelt er sich gerne mal in ein Beet, damit er seine Ruhe hat,

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und im Haus meckert er die Rüpel auch mal an, damit sie bloß nicht auf die Idee kommen, dass er bei deren Blödsinn mitmacht oder diesen sogar billigt.

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Zuerst habe ich gedacht, er und Manu kommen nicht wirklich gut miteinander aus. Luke konnte es so gar nicht leiden, wenn Manu auf Tuchfühlung ging und an seinem Hinterteil schnupperte. Es bedurfte nur eines kleinen Grummelns von Lukes Seite aus, und Manu zog sich sofort zurück. Inzwischen teilen sie sich Couch und Prinzessinnenstuhl, und womöglich ist das doch der Anfang einer richtig coolen Männerfreundschaft. Diese wird dann gefeiert, indem man die freundliche Nachbarin gemeinsam mal richtig böse anbellt, was ja eigentlich keine große Sache unter Hunden ist. Nur bis vor drei Tagen wussten wir ja gar nicht, dass Manu überhaupt eine Stimme hat, ausgenommen von den Brummlauten, die er beim Spielen von sich gibt. Nun wissen wir also Bescheid, er kann auch bellen. Seine Stimme ist so richtig schön dunkel, kein nerviges Gekläffe, wie Emi es gerne zum Besten gibt.

Gestern hat sich dann auch der größte Feind aus der Nachbarschaft gezeigt.

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Bis jetzt hatte Manu den Kater mit dem coolen, englischen Namen ja nur in der Nase gehabt, aber nun weiß er wohl auch wie er aussieht. Zur größten Enttäuschung des Katers, ließ sich der große Spanier aber noch nicht foppen. Auf die gemeinen Katzenspielchen fallen nur die zottelige Polin und der wuschelige Türke rein.

Beim Abendspaziergang sind wir dann einem noch uninteressanterem Tier begegnet. Frösche haben von Manu auch nichts zu befürchten. Nein, mit denen kann er so gar nichts anfangen. Bei den Kaninchen zeigt er dann schon eher sein Jägerpotential. Emi war gestern Abend als rasendes, grünes Glühwürmchen auf Karnickeljagd gegangen. Wir erkannten das an ihrem hakenschlagenden, hoppelden Lauf. Das Karnickel sahen wir dann erst, als Emi es schon lange verloren hatte, weit entfernt an der Allee, unter der Laterne am Zaun. Wer aber hatte das Kaninchen immer noch im Auge? Na klar, Manu. Da wäre er dann auch furchtbar gerne hin. Darf er aber nicht. Punkt!

An diesem Wochenende geht es dann auch zum Leckerchenmann. Meinen Vater kennen alle Hunde besonders gut. Da wird man so schön verwöhnt, und es gibt einen besonders großen Garten. Mal sehen, ob Manu ihn zu nutzen weiß.

Donnerstag, 20. März 2014

Jungs im Prinzessinnenbett

Unser Luke hat ja einige Lieblingsplätze in unserem Haus, aber sein absoluter Lieblingsplatz ist unser IKEA-Stuhl mit dazugehörigem Hocker. Versehen mit einer praktischen Leselampe war dieser Platz eigentlich für uns gedacht. Gemütlich und gut beleuchtet. Nun ist es aber so, dass sich Luke auf diesem Platz ausgesprochen dekorativ macht (und wir während des Tages eh keine Zeit haben die Beine hochzulegen und in einem Buch zu schmökern. Dann treten wir ihm den Platz schon gerne ab). Das liegt auch daran, dass auf diesem Stuhl eine quietschpinke Disney-Prinzessinnendecke liegt. Weißer Hund, pinke Decke - passt!

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Seitdem Manu da ist, oder um genau zu sein, ab heute, haben wir da ein kleines Problem. Sitze ich am PC, dann muss Luke nämlich immer in meiner Nähe liegen, und dann verlässt er auch mal seinen heißgeliebten Platz. Und was passiert dann? Genau! Manu nimmt Anlauf und -schwupps- hat er den Prinzessinnenplatz erobert. Genau wie Luke legt er dann den Kopf auf die Lehne und döst vor sich hin. Nur passt Luke wesentlich besser in die Sitzkuhle. Bei Manu sieht es schon ein bisschen....na sagen wir mal...eng aus.

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Hin und wieder passiert es ja auch, dass ich meinen Platz am PC verlasse. Das ist dann der Moment, wo auch Luke sich nach einem neuen Platz umsehen muss. Mist, der Premiumplatz ist besetzt. So legt er sich dann notgedrungen auf einen der zweitklassigen Plätze. Es gibt hier tatsächlich auch so etwas wie Hundekörbchen und Hundebett. Auch kuschelig, auch weich, aber leider auf der Favoritenliste "Lieblingsplätze" weiter hinten angesiedelt.

Zum Glück mache ich aber auch viele spannende Sachen. Ich gehe zum Beispiel Richtung Küche oder Richtung Flur, oder womöglich trage ich spannende Sachen durch die Gegend. Im selben Moment verliert der  Prinzessinnenplatz für unseren stolzen Spanier seinen Reiz. Dann nämlich hüpft Manu sofort aus seiner Kuhle, und Luke kann seine Chance blitzschnell (!) nutzen. Endlich ist die Puschelhundewelt wieder in Ordnung.

Außer, es sitzen zwei streichelfreudige Menschen auf ganz anderen Plätzen. Ha, da sind die Jungs immer dabei,und der pinke Platz bleibt frei.

Und was ist mit Emi? Emi ist eher das Modell "Höhlenforscher" und liegt lieber unter dem begehrten Stuhl, gerne in der Tarnung der Decke, weil dann keiner sehen kann, was für einen Unsinn sie denn gerade treibt.

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