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Freitag, 4. Dezember 2015

Schnauze trifft Herz - Blogmotto erfüllt




Dem aufmerksamen Leser ist es sicher schon aufgefallen. Meine Unterschrift bei Kommentaren hat sich geändert. Außerdem musste ich mein Profil ändern, denn den Pflegi Manu gibt es hier in dieser Form nicht mehr. Ende November haben wir die dicke Staubschicht von seinem gepackten Köfferchen gepustet, und er hat sich auf die Reise in ein neues Abenteuer begeben.

Samstag, 14. November 2015

Besuchszeit





Als Mensch wäre Manu wohl ein richtiger Partylöwe, oder sagen wir mal so, er wäre gerne und oft ein guter Gastgeber. Manu liebt nämlich Besuch. 
Somit war der Mittwoch für ihn wohl der tollste Tag in der Woche, denn es kam direkt doppelter Besuch.

Mittwoch, 11. November 2015

Dieses unbändige Gefühl von Freiheit




Es ist schon erstaunlich wie schnell sich eine große, eingezäunte Hundewiese ganz klammheimlich in das eh schon volle Wochenendprogramm einschleichen kann. Inzwischen fahren wir regelmäßig nach Mülheim, weil wir schlicht und ergreifend dort das Gefühl haben, dass wir Manu damit etwas richtig, richtig Gutes tun.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Schlitzohr




"Mensch, der Manu hat sich aber gut eingelebt!". Ein Satz, den wir in letzter Zeit öfters hörten, und den wir wohl auch oft selbst gedacht haben. 

Er war wohl nur wenige Tage bei uns, als wir das erste Mal diesen Satz aussprachen, und dann immer wieder in regelmäßigen Abständen. Später haben wir immer gedacht, es ging ja doch noch jedes Mal eine Stufe intensiver. 

Zuerst war es das Vertrauen, das er zu uns fasste und bald die Selbstverständlichkeit mit der er sich in unseren Räumlichkeiten bewegte.

Montag, 13. Juli 2015

Die Sache mit dem Halsband



Es ist kein großes Geheimnis, dass ich Manus Halsband überhaupt nicht mag.

Seit seiner Ankunft trägt er dieses fiese Klimperding, mit dem man ihm auch noch bei Bedarf ganz böse den Hals zuziehen könnte. Wenn man denn möchte. 
Was sich die Leute vom Tierschutz dabei gedacht haben, als sie seine Tassomarke daran befestigten und es ihm so um den Hals legten, ist mir wahrlich ein Rätsel.

Aufgrund der vorherigen Fußhupenpflegis befanden sich in unserem Fundus im März 2014 nur Halsbänder, die ich Manu vielleicht dekorativ um die Ohren hätte drapieren können. Am Anfang sollte er ja auch nur kurz in unserer Obhut verweilen, und so ignorierte ich das hässliche Halsband erst einmal (obwohl ich mich seiner schämte) und wünschte mir trotzdem jeden Tag ein neues hübsches Accessoire, an dem man auch ohne Schaden eine Leine hätte befestigen können. Das fiese Ding blieb also und klimperte freudig vor sich hin. 

Manu im Windhundeauslauf



Lange geplant, und immer wieder verschoben.

Dieses Wochenende sollte es nun endlich mal klappen. Der WBE und ich entführten Manu in ein richtiges Hundeparadies.
Ziel war in der Nachbarstadt eine Hundeschule, die einen Windhundeauslauf (und Spielstunden für große und kleine Hunde, damit keiner zu kurz kommt) anbietet. Eine tolle Sache auch für Jagdnasen, die ansonsten nie ohne Leine flitzen dürften.


Samstag, 20. Juni 2015

Hoffnung versus Hundehaar





 Home is where
the dog hair sticks to everything
BUT THE DOG!!



Geplatzte Seifenblase oder Stein, der einem vom Herzen fällt? Ich weiß noch nicht ganz, unter was ich die Erfahrungen der letzten, turbulenten Wochen ablegen soll. Die Tendenz geht aber deutlich Richtung: Stein, der einem vom Herzen fällt.

Ich hatte ihn ja schon erwähnt, diesen besagten Anruf Ende April, der womöglich eine Veränderung mit sich bringen könnte. Dieser Anruf kam von Manus Verein. Tatsächlich hatte sich eine Familie gemeldet, die deutlich Interesse an Manu bekundete. Da sie wohl aus dem persönlichen Bekanntenkreis einer Vermittlerin kam, war bereits abgecheckt, dass diese Familie wohl alle Voraussetzungen als Endstelle erfüllte. Sie  wurde mir als geradezu perfekt beschrieben, sodass mein Herz zuerst einen entsetzten, dann aber auch einen freudigen Hüpfer machte. Vor meinem inneren Auge sah ich Manu in dieser perfekten Familie, Vater, Mutter, Tochter, in ihrem perfekten Garten mit dem perfekten Ersthund, gemeinsam in Harmonie.

Freitag, 11. April 2014

Unterwegs

Seitdem Manu bei uns ist sind wir "de uh" - dauernd unterwegs. Natürlich waren wir auch schon vorher mit den Hunden oft lange unterwegs, aber in den letzten Wochen ziehen sich die Spaziergänge merklich in die Länge. Meistens sind wir abends erst wieder bei Dunkelheit zu Hause.

Sonntag, 6. April 2014

Adoptiert von einem Hund

Manchmal schlägt das Schicksal schon komische Wege ein. So ist es uns vor genau einem Jahr passiert, dass nicht wir einen Hund adoptiert haben, sondern von einem Hund förmlich adoptiert wurden.

Im Frühjahr 2013 hatten wir gerade unseren Pflegi Ronja glücklich an ein junges Paar vermittelt und wollten kurz vor Ostern diese frei gewordene Pflegestelle mit der kleinen Spanierin Cocolina besetzen.

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Ronja

Mittwoch, 2. April 2014

Ein Fotoshooting und eine große Portion schlechtes Gewissen

IMG_0011Inzwischen ist Manu schon mehr als 2 Wochen bei uns. Langsam wurde es Zeit, dass wir uns um ein Fotoshooting für seine Vermittlungsseite kümmern. Auf dieser Seite existierten zwar schon Bilder, aber die meisten waren, nach meiner Ansicht, nicht gerade vorteilhaft und zeigten so gar nicht Manus Charme. Mit schönen Fotos wächst natürlich irgendwie auch die Vermittlungschance, denn wer schaut sich schon einen Hund auf dieser Seite näher an, wenn ihn das erste Bild nicht anspricht.

Tja, und da treffen wir auf meinen Zwiespalt, der eigentlich ziemlich dämlich ist. Ich fotografiere einen Hund, damit er ein neues zu Hause findet. Das gehört zu meinen Aufgaben als Pflegefrauchen. Ich möchte, dass der Hund ein tolles neues zu Hause findet und komme mir dabei vor, als wäre ich ein ganz schlimmer Verräter.

Für Manu sind wir jetzt sein zu Hause. Wir sind der Ort, an dem er sich wohl fühlt und an dem er angekommen ist. Er freut sich wie Bolle, wenn wir nach Hause kommen, er drückt sich fest an uns, damit wir ihn streicheln, kommt wie ein Pfeil angeflogen, wenn wir nur seinen Namen flüstern, und er schenkt uns all sein Vertrauen. Ja, und was machen wir? Wir fotografieren ihn, damit er uns "bald" wieder verlassen kann. Pfui! Nein, natürlich ist das nicht "Pfui", denn nur so hat er eine Chance auf ein endgültiges zu Hause und auf Leute, die ihn dann hoffentlich nie mehr abgeben wollen, aber trotzdem schaut mir das "schlechte Gewissen" bei jedem "Klick" mit der Kamera über die Schulter.

Nichtsdestotrotz sind es recht hübsche Bilder geworden. Manu wirkt auf ihnen so unglaublich entspannt. Man sieht überhaupt nicht, dass nur wenige Meter entfernt zwei Männer mit gewaltiger Lautstärke ein Garagendach reparierten. Alles easy für Manu.

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Samstag, 29. März 2014

Manu und Technik

Seit August 2012 habe ich einen ganz besonderen, einen sehr wertvollen Freund hier im Haus. Wie wertvoll dieser Freund ist, wurde mir erst mit Emis Einzug so richtig bewusst. Gäbe es nämlich unseren Staubsauger nicht, dann würden wir hier hoffnungslos in Hundehaaren untergehen. Ja, ich weiß, irgendwie gehen wir auch so in Hundehaaren unter, aber ohne meine täglichen, ausdauernden Saugeinsätze, wäre es eine absolute Katastrophe. Nun verlieren zwar alle Hunde  ihre Haare, aber das heißt nicht, dass sie dann auch gerne zugegen sind, wenn ich diese dann entfernen muss. Emi, zum Beispiel, verzieht sich mit einem elendig beleidigtem Gesichtsausdruck in den Hausflur, wenn ich mit dem Staubsauger im Schlepptau auftauche. Luke zeigt mir seine Abneigung nicht ganz so deutlich, aber ein begeisterter Hund sieht irgendwie dann auch anders aus.

So war ich also gespannt, wie denn nun Manu auf den verhassten Brummer reagieren würde und räumte ihm nach seinem Einzug ein paar Tage Schonfrist ein (man kann ja auch putzen!). Da er vorher schon auf einer Pflegestelle gelebt hatte, musste ich davon ausgehen, dass er auch dort schon einmal einem Staubsauger begegnet war, doch gab es ohne diesen technischen Schnickschnack schon genug Eindrücke, die er bewältigen musste.

Als es dann endlich soweit war, überraschte Manu mich dann komplett. Im Hundebett liegend musterte er den Staubsauger absolut gleichgültig und zeigte überhaupt keine Reaktion beim ersten lauten Brummen. Während ich wie ein Beserker unsere Polster mit der entsprechenden Bürste bearbeitete, entschlummerte Manu tief und fest und wurde sogar dann nicht wach, als ich  mit dem Mordsinstrument an seinem Bett vorbeizog.  Würde dieser Hund nicht so wunderbar auf Ruf und Pfiff reagieren, ich hätte jetzt leichte Bedenken, was seine Hörkraft angeht. Notieren wir also, Manu und Staubsauger: kein Problem, haben wir jetzt täglich getestet.

Gestern war es dann soweit, ein neuer Test stand gezwungenermaßen an. Durch das wechselhafte Wetter, Regen - Sonnenschein - Regen - Sonnenschein, hatte sich unsere Wiese im Garten in den Zustand entwickelt, der laut nach Rasenmäher schreit. Diesen holte ich dann gestern aus seiner Behausung, wobei Luke dann direkt den Aufenthalt im Haus vorzog. Verwirrt durch Lukes Flucht entschied Manu sich dann seinem Beispiel zu folgen und entschwand Richtung Wohnzimmer. Nur Emi blieb mir erhalten. So legte ich dann los. Als ich brummenderdings im hinteren Teil des Gartens angekommen war, tauchte dann Manu wieder auf. Ein kurzer Blick, ein entzücktes Aufhorschen und schon sauste er voller Freude und Begeisterung heran. Er umtanzte den Rasenmäher wie einen liebgewonnenen Freund und forderte diesen immer wieder zum Spiel auf. Ich schwöre, der Hund, der ansonsten im Garten durch seine edle Körperhaltung erfreut, verwandelte sich binnen Sekunden in einen tapsigen Welpen, der mit hüpfenden Knicköhrchen seine ganze Freude zum Ausdruck brachte. Emi fiel die Kinnlade fast bis zum Boden. Da muss sie sich immer so darum bemühen, dass der Große sich im Garten mal zu einem Spiel herablässt, und dann so was. Na ja, ich habe dann Manu den Gefallen getan und noch ein paar zusätzliche Runden über die Wiese gedreht, aber irgendwann mussten sich die beiden Freunde wieder trennen.

Abgesehen von seiner Liebe zu Rasenmäher, ist Manu auch noch ein großer Autofreak. Ob er gerne Auto fährt oder was er sonst mit Autos verbindet, weiß ich nicht, aber Autos bedeuten für ihn in der Regel "rein springen". Da muss man schon einmal aufpassen, wenn Autos am Straßenrand parken, denn Manu kennt da noch keinen Unterschied. Anscheinend hat er auch noch nicht verstanden, dass erst eine Tür geöffnet werden muss, so sehr überwältigt ihn dann die Begeisterung. Aber das wird er sicherlich bald verstanden haben, denn dass er ein schlauer Kopf ist, das beweist er hier jeden Tag aufs Neue.

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Aufregende Tage machen auch den stärksten Hund irgendwann mal müde

 

Dienstag, 25. März 2014

Spielereien

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Manu liebt unser Hundespielzeug. Er kann genüsslich in seinem Hundekörbchen liegen und hingebungsvoll auf seinem Spielzeug herumkauen. Der neuste Favorit ist das rosa Schweinchen,

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aber auch der Hahn hat es ihm angetan. Manu kann sich also wunderbar allein beschäftigen, wobei ihm früher oder später dann auch die Augen schwer werden und er mit Schweinchen zwischen den Pfoten erst einmal ein Nickerchen hält.

Emi ist da ganz anders. Alleine spielen kann sie, findet sie aber meistens blöd. Sie braucht Action und hat am liebsten einen Spielpartner. Aus diesem Grund schleppt sie ihr Spielzeug zu einem Menschen oder Artgenossen ihrer Wahl und fordert ihn auf, am anderen Ende zu ziehen. Zerrspiele sind ihre ganze Leidenschaft, abgesehen von raufen oder rennen. Luke, der ja mit Spielzeug so gar nichts anfangen kann, tut ihr ab und zu, sozusagen wenn der Mond mal gerade richtig steht, den Gefallen und zerrt eifrig am angebotenen Stofftier. Dann wird es mal ganz wild und wuselig, und wenn Emi sich dann im 7. Spielehimmel wähnt, ist bei Luke schon die Luft raus. Feierabend, Schlafenszeit, und plopp liegt der Wuschel auf dem Boden und gibt sich seinen Träumen hin.

Es ist also kein Wunder, dass Emi ihr Spielzeug nun hoffnungsvoll Manu vor die Füße legt. Er hat doch gezeigt, dass er dieses Spielzeug mag und auch sonst als Spielpartner gut zu gebrauchen ist. Nun ist das Problem, dass Manu noch nicht so ganz versteht, was Emi denn nun von ihm möchte. Er nimmt den Zerrknoten ins Maul und schwupp zieht Emi am anderen Ende. In der Regel lässt Manu nun sein Ende wieder los. Frust auf Emis Seite, Frust auf Manus Seite. Nur ganz selten geht dann der Plan doch noch auf. Meist mit menschlicher Hilfe. Dann jedoch hat Emi schwer zu arbeiten, denn Manu ist in jedem Fall wesentlich stärker und weiß sich meist in eine Position zu bringen, die das Rutschen auf dem Boden verhindert. Ja, ja, es gibt im Hundeleben noch viel zu lernen, aber Manu schafft das schon.

Apropos lernen. Manu zeigt sich wirklich als sehr lehrreicher Schüler. Ich bin überrascht, wie schnell er seine kleinen Übungen versteht und umsetzen kann. Vielleicht liegt das auch daran, dass er uns ganz intensiv beobachtet, besonders, wenn wir mit Emi spielen oder üben. Manus Blick folgt uns überall hin. Selbst jetzt lässt er mich nicht aus den Augen. IMG_0088

Manu ist ein Hund, der seine Sinne hingebungsvoll einsetzt. Im Garten kann er minutenlang regungslos auf der Wiese stehen und seine Nase einfach in den Wind halten. Es ist ein göttlicher Anblick, wie er dann dort in seiner ganzen Schönheit steht. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie sein Fell in der Sonne schimmert, in einem hellen Braun mit einem leichten Fuchsrot. Natürlich stellt man sich die Frage, welche Informationen jetzt gerade durch seine Nase auf ihn einströmen, aber diese Frage kann er uns ja leider nicht beantworten.

Sonntag, 23. März 2014

Der Nachmittag beim Leckerchenmann

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Es ist inzwischen Tradition, dass unsere Pflegehunde am Wochenende, nachdem sie angekommen sind, den "Großeltern" vorgestellt werden. Allgemein ist deren großer Garten ein beliebtes Ausflugsziel, weil die Hunde sich dort so wunderbar austoben können. Mein Vater ist dabei der "Leckerchenmann", weil er immer sein paar besondere "Goodies" für die Hunde in Reserve hat. Anscheinend neigen Menschen ab einem bestimmten Alter dazu, Hunde mit übermäßigem Leckerliangebot an sich binden zu wollen. Die Hunde durchschauen dieses Spiel natürlich extrem schnell, setzen diesen treuherzigen "ich bin kurz vor dem Verhungern und ich habe dich ja soooo lieb"-Blick auf, und prompt hagelt es Futter in Massen. Ausnahme meine Mutter, die sich auf streicheln spezialisiert und nebenher um die Sauberkeit ihrer Terrasse bangt.

Als wir gestern ankamen, war die Sauberkeit der Terrasse absolut nicht in Gefahr. Die Sonne schien vom Himmel und wäre es nicht ein bisschen frisch gewesen, hätten wir den Garten so richtig genießen können. Manu konnte den Garten aber zuerst überhaupt nicht genießen, denn sogar durch die geschlossene Terrassentür hatte er schon spitz, dass dort ein begehrter Katzenschlafplatz ist. Titus war vorsorglich im Haus, was sicher für ihn auch ganz gut war. Dieser Ort zog Manu magisch an, sorgte für absolute Taubheit auf den Ohren, und auch sein Rudel konnte ihn zuerst nicht ablenken. Erst als wir weiter hinten in den Garten gingen, schloss er sich uns an. Auf seinen Namen wollte er weiterhin nicht hören, reagierte aber sofort, wenn mein Vater ihn heran pfiff. Natürlich brauchte es auch seine Zeit, bis er den Garten ordentlich untersucht hatte und von all den vielen, neuen Eindrücken nicht mehr abgelenkt wurde. Dann entspannte er sich sichtlich und begann mit Emi eine lange Runde Rennspiele. Eine wilde Jagd begann, bei der unser Pummelchen tapfer mithielt, aber Manu natürlich nicht das Wasser reichen konnte. Für mich ist es immer wieder ein Rätsel, wie die Hunde es schaffen bei diesem Tempo Kurven um Hindernisse zu schlagen und rechtzeitig zu bremsen.

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Rechtzeitig vor dem großen Regen kam dann die kulinarische Bespaßung durch den Leckerlimann. Ohne Frage, an diesem Tag würde das Abendessen ausfallen. Dafür ging es im Anschluss der armen Terrasse an den Kragen, denn durch den heftigen Schauer, der plötzlich einsetzte, mussten wir uns mit den zwölf Dreckspfoten dort zurückziehen. Manu war im siebten Himmel, schnüffelte auf Teufel komm raus in allen Ecken und wollte so gar nicht zur Ruhe kommen. Manu und Katzen geht also wirklich auf gar keinen Fall.

Ansonsten üben wir fleißig mit Manu an der Leine zu gehen. Am Anfang eines Spaziergangs ist es noch recht schwierig. Da kann er sich schon ganz schön in die Leine legen. Mit der Zeit wird es dann besser. Auf andere Hunde hat er beim Spaziergang bis jetzt noch nicht unangenehm reagiert. Einzige Ausnahme ein kleiner Hund hinter einem Zaun, der sich in Rage gekläfft hatte. Das zog Manu dann magisch an und man konnte ihn auch nur mit etwas Nachdruck davon überzeugen, dass es interessanteres gibt. Zusätzlich üben wir jetzt auch beim Füttern, sodass er auch geistig gefordert wird.

Donnerstag, 20. März 2014

Jungs im Prinzessinnenbett

Unser Luke hat ja einige Lieblingsplätze in unserem Haus, aber sein absoluter Lieblingsplatz ist unser IKEA-Stuhl mit dazugehörigem Hocker. Versehen mit einer praktischen Leselampe war dieser Platz eigentlich für uns gedacht. Gemütlich und gut beleuchtet. Nun ist es aber so, dass sich Luke auf diesem Platz ausgesprochen dekorativ macht (und wir während des Tages eh keine Zeit haben die Beine hochzulegen und in einem Buch zu schmökern. Dann treten wir ihm den Platz schon gerne ab). Das liegt auch daran, dass auf diesem Stuhl eine quietschpinke Disney-Prinzessinnendecke liegt. Weißer Hund, pinke Decke - passt!

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Seitdem Manu da ist, oder um genau zu sein, ab heute, haben wir da ein kleines Problem. Sitze ich am PC, dann muss Luke nämlich immer in meiner Nähe liegen, und dann verlässt er auch mal seinen heißgeliebten Platz. Und was passiert dann? Genau! Manu nimmt Anlauf und -schwupps- hat er den Prinzessinnenplatz erobert. Genau wie Luke legt er dann den Kopf auf die Lehne und döst vor sich hin. Nur passt Luke wesentlich besser in die Sitzkuhle. Bei Manu sieht es schon ein bisschen....na sagen wir mal...eng aus.

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Hin und wieder passiert es ja auch, dass ich meinen Platz am PC verlasse. Das ist dann der Moment, wo auch Luke sich nach einem neuen Platz umsehen muss. Mist, der Premiumplatz ist besetzt. So legt er sich dann notgedrungen auf einen der zweitklassigen Plätze. Es gibt hier tatsächlich auch so etwas wie Hundekörbchen und Hundebett. Auch kuschelig, auch weich, aber leider auf der Favoritenliste "Lieblingsplätze" weiter hinten angesiedelt.

Zum Glück mache ich aber auch viele spannende Sachen. Ich gehe zum Beispiel Richtung Küche oder Richtung Flur, oder womöglich trage ich spannende Sachen durch die Gegend. Im selben Moment verliert der  Prinzessinnenplatz für unseren stolzen Spanier seinen Reiz. Dann nämlich hüpft Manu sofort aus seiner Kuhle, und Luke kann seine Chance blitzschnell (!) nutzen. Endlich ist die Puschelhundewelt wieder in Ordnung.

Außer, es sitzen zwei streichelfreudige Menschen auf ganz anderen Plätzen. Ha, da sind die Jungs immer dabei,und der pinke Platz bleibt frei.

Und was ist mit Emi? Emi ist eher das Modell "Höhlenforscher" und liegt lieber unter dem begehrten Stuhl, gerne in der Tarnung der Decke, weil dann keiner sehen kann, was für einen Unsinn sie denn gerade treibt.

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Mittwoch, 19. März 2014

You never walk alone

Inzwischen ist Manu schon drei Tage bei uns. Ich glaube, er hat sich richtig gut eingelebt. Eigentlich hat er uns überhaupt nicht das Gefühl vermittelt, dass er sich bei uns fremd fühlt und er entspricht wirklich haargenau der Beschreibung auf der Vermittlungsseite. Er kann sowohl Powerpaket, als auch ruhige Schmusebacke sein. Ich finde diese Kombination ist sehr angenehm. Ja, der ganze Hund ist angenehm.

Sollte ich wirklich einen Kritikpunkt suchen, dann gibt es wirklich nur den, dass Fotos ihm überhaupt nicht gerecht werden. Ich habe versucht ihn zu knipsen und dabei gibt es schlicht zwei Probleme. Erstens würde ich die Fotos am liebsten sofort wieder löschen, weil sie mir nie gelungen erscheinen. Er wirkt darauf nie so sanft und geschmeidig wie er in Natura ist. Auch seine Augen sind in Wirklichkeit ganz anders. Zweitens bekommt man ihn ganz schwer allein vor die Linse, weil nämlich das Fräulein Emi immer an seiner Seite klebt. Den gestrigen Tag haben die beiden intensivst genutzt. Spielen und toben bis die Zunge auf den Knien hängt, trinken, dann schlafen, und dann wieder von vorne.

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Emi und Manu im Garten

Überraschenderweise hat Manu den Garten noch nicht so angenommen, wie es zu erwarten war. Er trabt leicht, schnuppert hier und da, aber wirklich gelaufen ist er dort noch nicht. Vielleicht fühlt er sich im Haus dann doch sicherer, denn nach einiger Zeit zieht er sich gerne zurück.

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Genau dort wohnt die Katze

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Ist er nicht wunderschön?

Viel lieber ist er dann per Leine draußen unterwegs. Nimmt man die Leine in die Hand, dann tanzt er vor Freude, so wie wir es bis jetzt nur von Luke kannten. Obwohl er an der Leine noch etwas üben muss, so ist es doch sehr angenehm mit ihm spazieren zu gehen. Wir hatten ja auch, soweit wir das beurteilen können, noch keinen Kaninchen- oder Katzenkontakt. Emi dagegen wuselte gestern Abend hektisch über die Wiese und wollte ihre Nase gar nicht mehr vom Boden heben. Da muss doch was gewesen sein. Im Gegensatz zu Emi und Luke, kann Manu mit Umweltreize gut umgehen. Mal abgesehen von dem Wipppferdchen auf dem Spielplatz, das ihm nicht ganz geheuer war. Er wirkt entspannt und schreckt auch bei Geräuschen nicht auf. An Menschen ist er sehr interessiert. Darauf muss man beim Spaziergang ein Auge haben. Bei unserem ersten Spaziergang zog er nämlich plötzlich zur Seite, als ein Mann uns passierte. Darauf waren wir nicht gefasst, und der Mann auch nicht. Leider war es ein sehr schreckhafter Mann, der dann leicht zusammenzuckte. Dabei war unser Spanier noch nicht mal annähernd an ihm dran.

Erwähnt werden muss auch, dass ich mich Sonntag ganz gewaltig geirrt habe. Manu hört wirklich sehr gut auf seinen Namen. Ruft man ihn, dann kommt er in einem Affenzahn angeprescht, sodass man nur hofft, dass seine Bremsen nicht versagen. Insgesamt hört er brav und sofort. Wie sagte die junge Frau am Sonntag im Feld so schön? So einen braven Hund möchte ich auch haben. Da hat sie wohl recht.

Sonntag, 16. März 2014

Manu ist da

Heute ist unser neuer Pflegehund angekommen.

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Manu ist eine hellbraune, langbeinige Schönheit, die wir heute Nachmittag übernommen haben. Der erste Eindruck war sehr gut, auch wenn der dreijährige Rüde am Anfang noch sehr verhalten wirkte. Immerhin sprang er direkt in unseren Kofferraum, ausgekleidet mit seiner rot-schwarzen Decke, die er mitgebracht hatte. Auf der Heimfahrt war er ruhig und entspannt, zeigte auch gar keine Reaktion, wenn man seinen Namen rief. Hm, wahrlich ein unbeschriebenes Blatt, dachte ich in diesem Moment. Leider dauerte unsere Heimfahrt dann auch noch deutlich länger als geplant. Stau, was unseren Podenco-Mix auch nicht aus seiner Ruhe brachte.

Trotzdem waren wir froh, als wir endlich zu Hause ankamen.Nun kam also der Moment, wo Manu und unsere Fellnasen Emi und Luke aufeinander treffen sollten. Ein entscheidender Moment. Zuerst durfte Manu aber den Garten inspizieren. Natürlich war er für ihn sehr interessant. Dass Emi in den Garten gestürmt kam, interessierte ihn dagegen nur am Rande. Emi hingegen stand das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Was für eine Unverschämtheit, da kommt so ein spanischer Kerl und spaziert wie selbstverständlich durch ihr Revier. Nein, von Liebe auf den ersten Blick kann man nicht reden. Luke dagegen stört sich an gar nichts. Hauptsache die streichelnden Hände gehen nicht aus. Nach dem Garten war dann das Haus dran. Manu durchwanderte gelassen alle Etagen, schnupperte mal hier und da und ließ sich dann mit seinen neuen Weggefährten eine leckere Runde getrocknete Rinderlunge schmecken. Hatte er in Wülfrath noch die angebotenen Leckerlis verschmäht, so war er diesen nun auch angetan. Richtig begeistert zeigte er sich dann beim Computerfreak und der Prinzessin. Vor allem die Prinzessin schien seine Favoritin zu sein, bis dann der WBE die Kuschelrunde einläutete. Da lag Manu dann auf der Couch neben ihm, als wäre er schon immer bei uns gewesen, legte ihm die Pfote auf den Bauch, damit er bloß nicht aus Versehen wieder verloren geht. Verwunderlich, wie schnell so ein Hund sich der neuen Umgebung doch anpasst.

Beim Spaziergang im Feld zeigte Manu dann ansatzweise schon welches Temperament in ihm schlummert. Im Haus ganz ruhig und ausgeglichen, zeigte er sich hier schon lebhafter. Hier muss man sicher noch etwas üben. Bei den kleinen Übungen, die Holger dann ausprobierte, zeigte Manu sich aber gelehrig und hörte auch endlich auf seinen Namen, wenn man den Ruf mit einem kleinen Pfiff kombinierte.

Zurück zu Hause verteilte Manu brav seine Wiedersehensliebe an alle Familienmitglieder und dann gab sich auch Emi den erwarteten Ruck. Eine kleine Annäherung und dann begann die Spielrunde in unserem armen Wohnzimmer. Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Über Emis Kopf tanzen lustige, kleine rote Herzchen und sie folgt dem stolzen Spanier nun auf Schritt und Tritt.

Manus erster Tag bei uns

Inzwischen ist es fast 21 Uhr und verteilt im Raum liegen drei wirklich hundemüde, schlafende und anscheinend auch sehr glückliche Hunde.