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Samstag, 20. Juni 2015

Hoffnung versus Hundehaar





 Home is where
the dog hair sticks to everything
BUT THE DOG!!



Geplatzte Seifenblase oder Stein, der einem vom Herzen fällt? Ich weiß noch nicht ganz, unter was ich die Erfahrungen der letzten, turbulenten Wochen ablegen soll. Die Tendenz geht aber deutlich Richtung: Stein, der einem vom Herzen fällt.

Ich hatte ihn ja schon erwähnt, diesen besagten Anruf Ende April, der womöglich eine Veränderung mit sich bringen könnte. Dieser Anruf kam von Manus Verein. Tatsächlich hatte sich eine Familie gemeldet, die deutlich Interesse an Manu bekundete. Da sie wohl aus dem persönlichen Bekanntenkreis einer Vermittlerin kam, war bereits abgecheckt, dass diese Familie wohl alle Voraussetzungen als Endstelle erfüllte. Sie  wurde mir als geradezu perfekt beschrieben, sodass mein Herz zuerst einen entsetzten, dann aber auch einen freudigen Hüpfer machte. Vor meinem inneren Auge sah ich Manu in dieser perfekten Familie, Vater, Mutter, Tochter, in ihrem perfekten Garten mit dem perfekten Ersthund, gemeinsam in Harmonie.

Sonntag, 6. April 2014

Adoptiert von einem Hund

Manchmal schlägt das Schicksal schon komische Wege ein. So ist es uns vor genau einem Jahr passiert, dass nicht wir einen Hund adoptiert haben, sondern von einem Hund förmlich adoptiert wurden.

Im Frühjahr 2013 hatten wir gerade unseren Pflegi Ronja glücklich an ein junges Paar vermittelt und wollten kurz vor Ostern diese frei gewordene Pflegestelle mit der kleinen Spanierin Cocolina besetzen.

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Ronja

Mittwoch, 2. April 2014

Ein Fotoshooting und eine große Portion schlechtes Gewissen

IMG_0011Inzwischen ist Manu schon mehr als 2 Wochen bei uns. Langsam wurde es Zeit, dass wir uns um ein Fotoshooting für seine Vermittlungsseite kümmern. Auf dieser Seite existierten zwar schon Bilder, aber die meisten waren, nach meiner Ansicht, nicht gerade vorteilhaft und zeigten so gar nicht Manus Charme. Mit schönen Fotos wächst natürlich irgendwie auch die Vermittlungschance, denn wer schaut sich schon einen Hund auf dieser Seite näher an, wenn ihn das erste Bild nicht anspricht.

Tja, und da treffen wir auf meinen Zwiespalt, der eigentlich ziemlich dämlich ist. Ich fotografiere einen Hund, damit er ein neues zu Hause findet. Das gehört zu meinen Aufgaben als Pflegefrauchen. Ich möchte, dass der Hund ein tolles neues zu Hause findet und komme mir dabei vor, als wäre ich ein ganz schlimmer Verräter.

Für Manu sind wir jetzt sein zu Hause. Wir sind der Ort, an dem er sich wohl fühlt und an dem er angekommen ist. Er freut sich wie Bolle, wenn wir nach Hause kommen, er drückt sich fest an uns, damit wir ihn streicheln, kommt wie ein Pfeil angeflogen, wenn wir nur seinen Namen flüstern, und er schenkt uns all sein Vertrauen. Ja, und was machen wir? Wir fotografieren ihn, damit er uns "bald" wieder verlassen kann. Pfui! Nein, natürlich ist das nicht "Pfui", denn nur so hat er eine Chance auf ein endgültiges zu Hause und auf Leute, die ihn dann hoffentlich nie mehr abgeben wollen, aber trotzdem schaut mir das "schlechte Gewissen" bei jedem "Klick" mit der Kamera über die Schulter.

Nichtsdestotrotz sind es recht hübsche Bilder geworden. Manu wirkt auf ihnen so unglaublich entspannt. Man sieht überhaupt nicht, dass nur wenige Meter entfernt zwei Männer mit gewaltiger Lautstärke ein Garagendach reparierten. Alles easy für Manu.

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