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Sonntag, 6. April 2014

Adoptiert von einem Hund

Manchmal schlägt das Schicksal schon komische Wege ein. So ist es uns vor genau einem Jahr passiert, dass nicht wir einen Hund adoptiert haben, sondern von einem Hund förmlich adoptiert wurden.

Im Frühjahr 2013 hatten wir gerade unseren Pflegi Ronja glücklich an ein junges Paar vermittelt und wollten kurz vor Ostern diese frei gewordene Pflegestelle mit der kleinen Spanierin Cocolina besetzen.

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Ronja

Dienstag, 25. März 2014

Spielereien

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Manu liebt unser Hundespielzeug. Er kann genüsslich in seinem Hundekörbchen liegen und hingebungsvoll auf seinem Spielzeug herumkauen. Der neuste Favorit ist das rosa Schweinchen,

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aber auch der Hahn hat es ihm angetan. Manu kann sich also wunderbar allein beschäftigen, wobei ihm früher oder später dann auch die Augen schwer werden und er mit Schweinchen zwischen den Pfoten erst einmal ein Nickerchen hält.

Emi ist da ganz anders. Alleine spielen kann sie, findet sie aber meistens blöd. Sie braucht Action und hat am liebsten einen Spielpartner. Aus diesem Grund schleppt sie ihr Spielzeug zu einem Menschen oder Artgenossen ihrer Wahl und fordert ihn auf, am anderen Ende zu ziehen. Zerrspiele sind ihre ganze Leidenschaft, abgesehen von raufen oder rennen. Luke, der ja mit Spielzeug so gar nichts anfangen kann, tut ihr ab und zu, sozusagen wenn der Mond mal gerade richtig steht, den Gefallen und zerrt eifrig am angebotenen Stofftier. Dann wird es mal ganz wild und wuselig, und wenn Emi sich dann im 7. Spielehimmel wähnt, ist bei Luke schon die Luft raus. Feierabend, Schlafenszeit, und plopp liegt der Wuschel auf dem Boden und gibt sich seinen Träumen hin.

Es ist also kein Wunder, dass Emi ihr Spielzeug nun hoffnungsvoll Manu vor die Füße legt. Er hat doch gezeigt, dass er dieses Spielzeug mag und auch sonst als Spielpartner gut zu gebrauchen ist. Nun ist das Problem, dass Manu noch nicht so ganz versteht, was Emi denn nun von ihm möchte. Er nimmt den Zerrknoten ins Maul und schwupp zieht Emi am anderen Ende. In der Regel lässt Manu nun sein Ende wieder los. Frust auf Emis Seite, Frust auf Manus Seite. Nur ganz selten geht dann der Plan doch noch auf. Meist mit menschlicher Hilfe. Dann jedoch hat Emi schwer zu arbeiten, denn Manu ist in jedem Fall wesentlich stärker und weiß sich meist in eine Position zu bringen, die das Rutschen auf dem Boden verhindert. Ja, ja, es gibt im Hundeleben noch viel zu lernen, aber Manu schafft das schon.

Apropos lernen. Manu zeigt sich wirklich als sehr lehrreicher Schüler. Ich bin überrascht, wie schnell er seine kleinen Übungen versteht und umsetzen kann. Vielleicht liegt das auch daran, dass er uns ganz intensiv beobachtet, besonders, wenn wir mit Emi spielen oder üben. Manus Blick folgt uns überall hin. Selbst jetzt lässt er mich nicht aus den Augen. IMG_0088

Manu ist ein Hund, der seine Sinne hingebungsvoll einsetzt. Im Garten kann er minutenlang regungslos auf der Wiese stehen und seine Nase einfach in den Wind halten. Es ist ein göttlicher Anblick, wie er dann dort in seiner ganzen Schönheit steht. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie sein Fell in der Sonne schimmert, in einem hellen Braun mit einem leichten Fuchsrot. Natürlich stellt man sich die Frage, welche Informationen jetzt gerade durch seine Nase auf ihn einströmen, aber diese Frage kann er uns ja leider nicht beantworten.

Donnerstag, 20. März 2014

Jungs im Prinzessinnenbett

Unser Luke hat ja einige Lieblingsplätze in unserem Haus, aber sein absoluter Lieblingsplatz ist unser IKEA-Stuhl mit dazugehörigem Hocker. Versehen mit einer praktischen Leselampe war dieser Platz eigentlich für uns gedacht. Gemütlich und gut beleuchtet. Nun ist es aber so, dass sich Luke auf diesem Platz ausgesprochen dekorativ macht (und wir während des Tages eh keine Zeit haben die Beine hochzulegen und in einem Buch zu schmökern. Dann treten wir ihm den Platz schon gerne ab). Das liegt auch daran, dass auf diesem Stuhl eine quietschpinke Disney-Prinzessinnendecke liegt. Weißer Hund, pinke Decke - passt!

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Seitdem Manu da ist, oder um genau zu sein, ab heute, haben wir da ein kleines Problem. Sitze ich am PC, dann muss Luke nämlich immer in meiner Nähe liegen, und dann verlässt er auch mal seinen heißgeliebten Platz. Und was passiert dann? Genau! Manu nimmt Anlauf und -schwupps- hat er den Prinzessinnenplatz erobert. Genau wie Luke legt er dann den Kopf auf die Lehne und döst vor sich hin. Nur passt Luke wesentlich besser in die Sitzkuhle. Bei Manu sieht es schon ein bisschen....na sagen wir mal...eng aus.

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Hin und wieder passiert es ja auch, dass ich meinen Platz am PC verlasse. Das ist dann der Moment, wo auch Luke sich nach einem neuen Platz umsehen muss. Mist, der Premiumplatz ist besetzt. So legt er sich dann notgedrungen auf einen der zweitklassigen Plätze. Es gibt hier tatsächlich auch so etwas wie Hundekörbchen und Hundebett. Auch kuschelig, auch weich, aber leider auf der Favoritenliste "Lieblingsplätze" weiter hinten angesiedelt.

Zum Glück mache ich aber auch viele spannende Sachen. Ich gehe zum Beispiel Richtung Küche oder Richtung Flur, oder womöglich trage ich spannende Sachen durch die Gegend. Im selben Moment verliert der  Prinzessinnenplatz für unseren stolzen Spanier seinen Reiz. Dann nämlich hüpft Manu sofort aus seiner Kuhle, und Luke kann seine Chance blitzschnell (!) nutzen. Endlich ist die Puschelhundewelt wieder in Ordnung.

Außer, es sitzen zwei streichelfreudige Menschen auf ganz anderen Plätzen. Ha, da sind die Jungs immer dabei,und der pinke Platz bleibt frei.

Und was ist mit Emi? Emi ist eher das Modell "Höhlenforscher" und liegt lieber unter dem begehrten Stuhl, gerne in der Tarnung der Decke, weil dann keiner sehen kann, was für einen Unsinn sie denn gerade treibt.

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Sonntag, 16. März 2014

Manu ist da

Heute ist unser neuer Pflegehund angekommen.

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Manu ist eine hellbraune, langbeinige Schönheit, die wir heute Nachmittag übernommen haben. Der erste Eindruck war sehr gut, auch wenn der dreijährige Rüde am Anfang noch sehr verhalten wirkte. Immerhin sprang er direkt in unseren Kofferraum, ausgekleidet mit seiner rot-schwarzen Decke, die er mitgebracht hatte. Auf der Heimfahrt war er ruhig und entspannt, zeigte auch gar keine Reaktion, wenn man seinen Namen rief. Hm, wahrlich ein unbeschriebenes Blatt, dachte ich in diesem Moment. Leider dauerte unsere Heimfahrt dann auch noch deutlich länger als geplant. Stau, was unseren Podenco-Mix auch nicht aus seiner Ruhe brachte.

Trotzdem waren wir froh, als wir endlich zu Hause ankamen.Nun kam also der Moment, wo Manu und unsere Fellnasen Emi und Luke aufeinander treffen sollten. Ein entscheidender Moment. Zuerst durfte Manu aber den Garten inspizieren. Natürlich war er für ihn sehr interessant. Dass Emi in den Garten gestürmt kam, interessierte ihn dagegen nur am Rande. Emi hingegen stand das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Was für eine Unverschämtheit, da kommt so ein spanischer Kerl und spaziert wie selbstverständlich durch ihr Revier. Nein, von Liebe auf den ersten Blick kann man nicht reden. Luke dagegen stört sich an gar nichts. Hauptsache die streichelnden Hände gehen nicht aus. Nach dem Garten war dann das Haus dran. Manu durchwanderte gelassen alle Etagen, schnupperte mal hier und da und ließ sich dann mit seinen neuen Weggefährten eine leckere Runde getrocknete Rinderlunge schmecken. Hatte er in Wülfrath noch die angebotenen Leckerlis verschmäht, so war er diesen nun auch angetan. Richtig begeistert zeigte er sich dann beim Computerfreak und der Prinzessin. Vor allem die Prinzessin schien seine Favoritin zu sein, bis dann der WBE die Kuschelrunde einläutete. Da lag Manu dann auf der Couch neben ihm, als wäre er schon immer bei uns gewesen, legte ihm die Pfote auf den Bauch, damit er bloß nicht aus Versehen wieder verloren geht. Verwunderlich, wie schnell so ein Hund sich der neuen Umgebung doch anpasst.

Beim Spaziergang im Feld zeigte Manu dann ansatzweise schon welches Temperament in ihm schlummert. Im Haus ganz ruhig und ausgeglichen, zeigte er sich hier schon lebhafter. Hier muss man sicher noch etwas üben. Bei den kleinen Übungen, die Holger dann ausprobierte, zeigte Manu sich aber gelehrig und hörte auch endlich auf seinen Namen, wenn man den Ruf mit einem kleinen Pfiff kombinierte.

Zurück zu Hause verteilte Manu brav seine Wiedersehensliebe an alle Familienmitglieder und dann gab sich auch Emi den erwarteten Ruck. Eine kleine Annäherung und dann begann die Spielrunde in unserem armen Wohnzimmer. Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Über Emis Kopf tanzen lustige, kleine rote Herzchen und sie folgt dem stolzen Spanier nun auf Schritt und Tritt.

Manus erster Tag bei uns

Inzwischen ist es fast 21 Uhr und verteilt im Raum liegen drei wirklich hundemüde, schlafende und anscheinend auch sehr glückliche Hunde.